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US-Wahlen: Donald Trump "weiß nichts" vom Ku Klux Klan

Nach Ausschreitungen  

Trump distanziert sich nicht von Ku Klux Klan

29.02.2016, 16:08 Uhr | AFP

US-Wahlen: Donald Trump "weiß nichts" vom Ku Klux Klan. Donald Trump: Seine Äußerungen zum Ku Klux Klan haben einen Sturm der Entrüstung heraufbeschworen. (Quelle: dpa)

Donald Trump: Seine Äußerungen zum Ku Klux Klan haben einen Sturm der Entrüstung heraufbeschworen. (Quelle: dpa)

In Kalifornien sind Anhänger und Gegner des Ku Klux Klan gewaltsam zusammengestoßen. Statt die rassistische Organisation zu verurteilen, äußerte sich der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump jedoch äußerst fragwürdig. Die Reaktionen waren vernichtend.

In der Talkshow "State of the Union" des Senders CNN vermied Trump trotz Aufforderung eine Distanzierung und antwortete, er wisse nicht, von welcher Gruppe die Rede sei. "Sie wollen, dass ich eine Gruppe verurteile, von der ich nichts weiß", sagte Trump.

Er müsse sich zum Thema Ku Klux Klan und anderer extremistischer Gruppen erst schlau machen, fügte Trump hinzu. Auch eine Distanzierung vom Anführer der Rassisten, David Duke, vermied der Immobilienmagnat. Der 1865 in den USA gegründete Ku Klux Klan sieht die Weißen als privilegierte Rasse an und kämpft vor allem gegen die Schwarzen. Die Gruppierung lehnt aber auch Einwanderer, Juden und Homosexuelle ab. Derzeit zählt die Gruppe zwischen 5000 und 8000 Mitglieder.

"Das macht ihn unwählbar"

Trumps republikanische Widersacher im Vorwahlkampf griffen die Äußerungen auf und kritisierten ihren Konkurrenten scharf. Senator Marco Rubio sagte, die Republikaner könnten keinen Kandidaten aufstellen, der sich weigere, Rassenideologen wie die Vertreter des Ku Klux Klan zu verurteilen. "Das ist nicht nur falsch, das macht ihn unwählbar", sagte Rubio. Senator Ted Cruz nannte Trumps Äußerungen via Twitter "wirklich traurig". "Wir sollten uns alle einig sein, Rassismus ist falsch, KKK ist abscheulich."

Der demokratische Bewerber Bernie Sanders kommentierte: "Amerikas erster schwarzer Präsident darf nicht und wird nicht von einem Hetzer beerbt werden, der sich weigert, KKK zu verurteilen." Ex-Außenministerin Hillary Clinton, Rivalin von Sanders und Favoritin im Rennen der Demokraten, leitete Sanders' Tweet an ihre Anhänger weiter.

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