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Sanders und Clinton liefern sich erbitterte TV-Debatte

"Wenn Sie sich beide so anschreien..."  

US-Demokraten Clinton und Sanders giften sich in TV-Debatte an

15.04.2016, 15:39 Uhr | AP, AFP, dpa

Sanders und Clinton liefern sich erbitterte TV-Debatte. Die beiden Kandidaten der US-Demokraten: Hillary Clinton und Bernie Sanders. (Quelle: Reuters)

Die beiden Kandidaten der US-Demokraten: Hillary Clinton und Bernie Sanders. (Quelle: Reuters)

Bei der neunten TV-Debatte der US-Demokraten ist es heiß hergegangen: Ex-Außenministerin und Ex-First-Lady Hillary Clinton und ihr Rivale Bernie Sanders lieferten sich eine erbitterte Redeschlacht. Der Moderator hatte Mühe, die Lage zu beruhigen.

"Wenn Sie sich beide so anschreien, können unsere Zuschauer Sie nicht verstehen", versuchte der Moderator der Debatte im New Yorker Stadtteil Brooklyn die Kontrahenten zur Räson zu bringen.

Sanders warf der 68-jährigen Clinton vor, den Irak-Krieg und "desaströse" Handelsabkommen unterstützt zu haben. Zudem hielt er ihr vor, sich im Wahlkampf mit Millionen Dollar von der Wall Street unterstützen zu lassen. Clinton fehle "das Urteilsvermögen, das wir brauchen".

Clinton verweist auf Erfahrung

Clinton verwies auf ihre Erfahrung als Politikerin: "Die New Yorker haben mich zweimal zu ihrer Senatorin gewählt. Präsident Obama hat genug Vertrauen in mein Urteilsvermögen gehabt, um mir das Amt der Außenministerin anzubieten."

Sanders habe in einem Interview kürzlich nicht einmal Fragen nach seinem Hauptthema, der Entmachtung der Banken, sowie nach seinen außenpolitischen Zielen beantworten können.

Wichtige Wahl in New York

Der 74-jährige Sanders richtet seine Kampagne weitgehend auf Wirtschaftsthemen aus, versuchte sich anders als bei früheren TV-Debatten aber auch mehr auf dem Parkett der Außenpolitik in Szene zu setzen. In einem längeren Schlagabtausch zur Nahostpolitik forderte er, dass die USA im Umgang mit Israel und den Palästinensern "unparteiisch" sein müsse. Zudem sollte Washington eingestehen, dass Israel nicht immer richtig liege.

Das jüngste Rededuell fand zu einem wohl entscheidenden Moment im Vorwahlrennen der demokratischen Bewerber statt. Clinton liegt bei den Vorwahlen bisher mit 1790 Delegiertenstimmen vor Sanders, der bislang 1113 Stimmen auf sich vereint.

Vorwahlen ziehen sich bis Frühsommer

Bei der Primary genannten Abstimmung in New York sind am Dienstag viele Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Sommer zu holen. Ein Sieg Clintons in ihrer Wahlheimat könnte Sanders' aktuellen Höhenflug abbremsen, der zuletzt aus einer Reihe von Vorwahlen als Sieger hervorgegangen war. Sollte der Senator von Vermont überraschend in New York reüssieren, regten sich wohl rasch neue Zweifel an der Kandidatur der Favoritin. In New York sind 247 Delegiertenstimmen zu vergeben.

Die USA wählen am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Die Vorwahlen in allen 50 US-Staaten ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ihre Kandidaten küren Republikaner und Demokraten dann offiziell bei den Nominierungsparteitagen im Juli. Bei den Republikanern liegt der rechtspopulistische Milliardär Donald Trump in Führung.

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