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Hillary Clinton und Donald Trump feiern Siege in New York

US-Vorwahlen - "Sieg in Sicht"  

Hillary Clinton ist so gut wie durch

20.04.2016, 15:00 Uhr | dpa

Hillary Clinton und Donald Trump feiern Siege in New York. Hillary Clinton bejubelt ihren Sieg bei den Vorwahlen in New York. (Quelle: Reuters)

Hillary Clinton bejubelt ihren Sieg bei den Vorwahlen in New York. (Quelle: Reuters)

Hillary Clinton und Donald Trump haben ihre Ambitionen auf die Präsidentschaftskandidatur untermauert. Im US-Bundesstaat New York fuhren die Demokratin und der Republikaner klare Siege ein. Für Clinton war es eine Vorentscheidung im Duell gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders.

"Das Rennen für die demokratische Präsidentschaftskandidatur ist auf der Zielgeraden und der Sieg ist in Sicht", sagte die Frau des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton in ihrer Siegesrede. Clinton hatte sich klar gegen ihren Widersacher Sanders durchgesetzt. Die frühere Außenministerin lag nach Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmbezirke bei rund 58 Prozent der Stimmen, Sanders bei 42 Prozent.

Trump siegte bei den Republikanern mit einer klaren absoluten Mehrheit von rund 60 Prozent der Stimmen vor John Kasich und dem abgeschlagenen Ted Cruz.

Trump ist noch nicht durch

Trump machte bei seiner Ansprache in seinem firmeneigenen Bürokomplex Trump Tower in Manhattan deutlich, dass er als Führender bei der Zahl der Delegierten die Nominierung auf dem Parteitag in Cleveland für sich beanspruchen wird. "Wir führen klar, und es ist nicht möglich, uns einzuholen", sagte er. Sein Kontrahent Ted Cruz, der in New York nur auf rund 15 Prozent kam, sei "mathematisch praktisch eliminiert", sagte Trump.

Nach ersten Berechnungen der US-Fernsehsender könnte Trump rund 90 der 95 zur Wahl stehenden Delegiertenstimmen in New York abräumen. Das würde seinen Vorsprung von bisher knapp 200 Delegierten vor Ted Cruz weiter deutlich ausbauen. Es ist aber nach wie vor keine Garantie dafür, dass der Immobilien-Milliardär nach der letzten Vorwahl in Kalifornien am 7. Juni die notwendigen 1237 Delegierten erreicht. Dafür braucht er noch weitere rund 400 Delegierte in den verbleibenden Abstimmungen bis zum großen Finale am 7. Juni in Kalifornien.

Kandidatur zum Greifen nah

Mit der Zahl von mindestens 1237 Delegierten im Rücken könnte Trump auf dem Parteitag in Cleveland im Juli bereits im ersten Wahlgang die Kandidatur an sich reißen. Experten gehen mehr und mehr davon aus, dass Trump nur dann Kandidat der Republikaner werden kann, wenn er im ersten Wahlgang gewinnt.

In weiteren Wahlgängen wären die Delegierten nicht mehr an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden und würden eher zu Cruz oder John Kasich tendieren - wenngleich dieser Trend durch Trumps hohen Sieg in New York abgeschwächt worden sein dürfte. Trump hatte den Prozess wiederholt kritisiert.

Kritik am Wahlsystem

Der 74-jährige Senator Sanders aus dem Bundesstaat Vermont, in Brooklyn geboren, hatte bis zuletzt großen Zulauf im Wahlkampf erzielt und gehofft, Clinton schlagen zu können. Seine Anhängerschaft haderte mit dem Wahlsystem, das die Registrierung von Wählern bereits im vergangenen Oktober vorsah. So konnten Tausende, die in den vergangenen Wochen zu Sanders-Fans geworden waren, nicht teilnehmen.

Aufgrund des Wahlsystems bei den Demokraten hat Sanders kaum noch eine realistische Chance, Clinton über die Vorwahlergebnisse einzuholen. Er müsste einen großen Teil der mehr als 700 sogenannten Superdelegierten auf seine Seite ziehen, die beim Parteitag im Juli in Philadelphia unabhängig vom Wahlergebnis abstimmen dürfen. Die meisten von ihnen haben sich jedoch schon für Clinton ausgesprochen, können ihre Meinung aber theoretisch jederzeit ändern.

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