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Donald Trump: Gewaltsame Proteste bei Auftritt in Kalifornien

Krawalle in Kalifornien  

Erneut gewaltsame Proteste bei Trump-Auftritt

30.04.2016, 15:12 Uhr | AP

Donald Trump: Gewaltsame Proteste bei Auftritt in Kalifornien . In Kalifornien sind zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Donald Trump zu protestieren.   (Quelle: AP/dpa)

In Kalifornien sind zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Donald Trump zu protestieren. (Quelle: AP/dpa)

Donald Trump ist in Kalifornien mit teils gewaltsamen Protesten empfangen worden. Nach einer Wahlkampfrede des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers im Süden des Bundesstaates kam es in der Nacht zum Freitag zu Krawallen und mindestens 17 Festnahmen. 

Fünf Streifenwagen wurden beschädigt und ein Polizist von einem Stein am Kopf getroffen. Hunderte Menschen protestierten auch vor einem Hotel in dem Ort Burlingame, in dem Trump vor Mitgliedern der Republikanischen Partei Kaliforniens sprach.

Trump droht der eigenen Partei 

Während seiner halbstündigen Rede forderte Trump die Republikaner auf, sich hinter ihm zu vereinen. Er ließ aber auch eine Warnung vom Stapel: "Es muss Einheit in unserer Partei geben. Würde ich - kann ich - ohne sie gewinnen? Ich denke schon, um ehrlich zu sein, weil Sie für mich stimmen werden", sagte Trump.

Trump-Anhänger waren in Strömen in den Ballsaal des Hotels gekommen, um ihren Kandidaten zu sehen und zu bejubeln.

Parteimitglieder und Geldgeber saßen direkt neben der Bühne und wurden durch ein Seil vom Rest der Zuschauer getrennt. Viele von ihnen verfolgten die Ansprache mit eisigem Blick. Ein Aktivist und Unterstützer des Rivalen John Kasich, Gregory Gandrud, sagte später bloß: "Wir haben alle höflich zugehört."

Trump kommt durch den Hintereingang 

Von Höflichkeit war vor dem Hotel nichts zu spüren. Hunderte Demonstranten blockierten die Zufahrtsstraße zu dem Hotel nahe dem Flughafen von San Francisco und skandierten Parolen gegen Trump. Einige gelangten auch in das Gebäude und entrollten ein Banner mit der Aufschrift "Stop Hate". Andere bewarfen Polizisten mit Eiern.

Wie auf Bildern von US-Fernsehsendern zu sehen war, brachte der Secret Service den Präsidentschaftsanwärter und sein Team über einen Hintereingang ins Hotel, offensichtlich, um eine Konfrontation zu vermeiden. Trump selbst sagte dazu zu Beginn seiner Rede, er habe sich gefühlt, als ob er eine Grenze überschritten habe. 

Krawalle zuvor auch in Los Angeles 

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um ähnliche Szenen wie Donnerstagnacht zu verhindern. Kritiker von Trump hatten zunächst friedlich gegen den Milliardär demonstriert, während dieser im Orange County südlich von Los Angeles in einer Arena auf dem Messegelände eine Rede hielt. Nach Ende der Veranstaltung lief die Demonstration nach Angaben der Polizei aber aus dem Ruder.

Mindestens ein Anhänger Trumps geriet beim Verlassen der Arena in ein Handgemenge und blutete im Gesicht. Ein Mann sprang auf ein Polizeiauto und zerstörte Scheiben, während andere Demonstranten den Wagen besprayten. Hunderte Menschen blockierten die Straße, so dass Trumps Unterstützer nicht wegfahren konnten. Sie schwenkten mexikanische Flaggen. Drei Stunden nach dem Ende von Trumps Rede löste sich die Menge langsam auf.

Wichtige Vorwahl in Kalifornien 

Trump hatte sich bei der Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner abfällig über Einwanderer aus Mexiko geäußert und auch mit Bemerkungen über Muslime und Frauen Kontroversen ausgelöst.

In Kalifornien stehen im Juni Vorwahlen an. Üblicherweise ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein Kandidat festgelegt, doch diesmal könnte dort die Entscheidung fallen. Denn in dem großen Staat werden 172 Delegiertenstimmen vergeben. Trump steht derzeit bei 996 und muss vor dem Parteitag der Republikaner 1237 erreichen. Ansonsten könnte es eine Kampfabstimmung geben.

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