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Barack Obama besucht Hiroshima und legt Kranz für Opfer nieder

Historische Geste  

Obama gedenkt der Opfer des Atombomben-Abwurfs in Hiroshima

27.05.2016, 17:23 Uhr | dpa, rtr, AP

Barack Obama besucht Hiroshima und legt Kranz für Opfer nieder. Als erster amtierender US-Präsident hat Barack Obama die Stadt Hiroshima besucht. Hier gibt er dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe die Hand. (Quelle: Reuters)

Als erster amtierender US-Präsident hat Barack Obama die Stadt Hiroshima besucht. Hier gibt er dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe die Hand. (Quelle: Reuters)

Vor 71 Jahren hatten die Amerikaner durch den Atombombenabwurf Hiroshima in ein Inferno verwandelt. Von den 350.000 Bewohnern starben auf einen Schlag schätzungsweise mehr als 70.000 Menschen. US-Präsident Barack Obama hat bei einer historischen Visite am Mahnmal nun einen Kranz für die Opfer niedergelegt. Gleichzeitig plädierte Obama für die Abschaffung von Atomwaffen.

Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in Hiroshima. Obama schloss kurz die Augen, als er vor dem Mahnmal innehielt. An seiner Seite war Japans Regierungschef Shinzo Abe, der sich verbeugte.

Der Atombombenabwurf über Hiroshima war der erste Einsatz dieser Waffe in der Geschichte der Menschheit. Tausende Menschen starben in den ersten Sekunden nach der Explosion. Viele Körper verdampften im Lichtblitz der Bombe. Von ihnen bleiben nur die Schatten auf den Mauern. Rund 140.000 Menschen starben seither an den Folgen der Radioaktivität.

Zweite Bombe über Nagasaki

Drei Tage nach dem ersten Abwurf zündeten die Amerikaner über Nagasaki eine zweite Atombombe. Bis Dezember 1945 starben dort etwa 70.000 Menschen.

Obama wurde bei seinem Besuch in Hiroshima von Japans Regierungschef Shinzo Abe begleitet. Die symbolische Visite des US-Präsidenten folgt auf den Abschluss des Gipfels der sieben großen Industrienationen in Ise-Shima, das rund 400 Kilometer von Hiroshima entfernt liegt.

Keine Entschuldigung

Der US-Präsident hatte zuvor klargemacht, dass er sich für den Atombombenabwurf nicht entschuldigen werde. Er und Abe wollten durch ihren gemeinsamen Besuch "der Welt die Möglichkeit der Aussöhnung zeigen, dass frühere Feinde die stärksten Verbündeten werden können".

Es gebe eine gemeinsame Verantwortung, der Geschichte ins Auge zu schauen und sich zu fragen, wie ein solches Leid künftig verhindert werden könne, sagte der US-Präsident. Die Staaten mit Atomwaffen müssten den Mut aufbringen, der Logik der Furcht zu entkommen und eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen.

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