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Hillary Clinton warnt: Donald Trump "zu gefährlich" für Atomwaffen

Hillary Clinton teilt aus  

Trump "zu gefährlich" für US-Atomwaffen

03.06.2016, 13:05 Uhr | dpa, rtr, AFP, t-online.de

Hillary Clinton warnt: Donald Trump "zu gefährlich" für Atomwaffen. Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton in San Diego: harsche Kritik gegen Donald Trump. (Quelle: Reuters)

Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton in San Diego: harsche Kritik gegen Donald Trump. (Quelle: Reuters)

So schonungslos wie nie hat Hillary Clinton den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump angegangen. In einer Rede bezweifelte sie, dass Trump die USA führen kann. Zudem warnte sie davor, ihn in die Nähe der Codes für Atomwaffen kommen zu lassen. Trumps Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. 

In einer außenpolitischen Grundsatzrede im kalifornischen San Diego, dem Sitz eines großen US-Marinestützpunktes, bezeichnete Clinton (68) ihren republikanischen Rivalen als instabiles Leichtgewicht, ahnungslosen Politnovizen und aggressiven Macho mit fragwürdigen Neigungen. Trump (69) zu wählen wäre ein historischer Fehler, so die demokratische Präsidentschaftsbewerberin. "Unzusammenhängende Tiraden, persönliche Attacken, komplette Lügen", brachte sie ihre Kritik auf den Punkt. 

"Trumps Ideen sind gefährlich"

Die Schärfe ihrer Rede war überraschend. Clinton hat zwar schon wiederholt gegen Trump Stellung bezogen, aber noch nie so harsch und detailliert. "Ich kann Trumps bizarre Faszination für Diktatoren und starke Männer nicht verstehen. Ich überlasse seine Vorliebe für Tyrannen den Psychologen." Wenn Trump gewönne, würde man im Kreml feiern, so Clinton.

"Stellen wir uns doch einmal vor, Trump hätte nicht nur seinen Twitteraccount zur Verfügung, wenn er wütend wird, sondern das gesamte Waffenarsenal der USA", so Clinton mit Blick auf Trumps Vorliebe für seine Mäkeleien auf dem Kurznachrichtendienst. Niemals dürfe so einer auch nur in die Nähe der Atomcodes kommen. Womöglich fange Trump kurzerhand einen Krieg an, weil ihm jemand blöd gekommen sei. "Trumps Ideen sind nicht nur eigenartig, sie sind gefährlich zusammenhanglos."

Clintons außenpolitische Erfahrung ist ein Pfund, mit dem sie weiter wird wuchern wollen. Das ist nicht ganz ungefährlich, weil ihre Zeit im State Department nicht ausschließlich unter "R" wie "Ruhm" in den Geschichtsbüchern stehen wird: Stichwort Bengasi mit vier toten Amerikanern beim Angriff auf das US-Konsulat in Libyen, Stichwort Irakkrieg, Stichwort E-Mail-Affäre.

In Kalifornien, wo am Dienstag eine weitere wichtige Vorwahl stattfindet, war das aber alles weit weg. Genüsslich ätzte Clinton gegen Trumps Haltung zur atomaren Bewaffnung anderer Länder, zur Nato, zu China, Russland oder Nahost. Sie verdammte seine Aussagen über Folter, und zerlegte seine Widersprüche hinsichtlich des Kampfs gegen den Islamischen Staat. 

"Clinton muss in den Knast"

Trumps Reaktion folgte auf den Fuß. Kurz nach Clintons Rede sagte er im kalifornischen San Jose, Clinton gehöre ins Gefängnis: "Ich sage Ihnen eins: Hillary Clinton muss in den Knast." Er begründete das mit Clintons E-Mail-Affäre. 

So hatte sie während ihrer Zeit als Außenministerin ihre Kommunikation über einen privaten Server laufen lassen. Dafür wurde sie in einem Untersuchungsbericht des Außenministeriums gerügt. In einem am Mittwoch veröffentlichten Papier hieß es, Clinton habe sich im Ministerium keine Erlaubnis dafür eingeholt, den privaten Server zu nutzen.

Für Clinton ist die Affäre ein wunder Punkt, an dem sie schon länger zu nagen hat. Aus dem republikanischen Lager sieht sich deswegen immer wieder massiven Angriffen ausgesetzt. Auch Trump lenkt die Aufmerksamkeit immer wieder auf dieses Thema.

Vorwahlkampf noch nicht endgültig entschieden

Aber noch ist Vorwahlkampf, auch innerparteilich. Denn zwischen Clinton und Trump steht sowohl noch der grimmige demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders als auch sieben letzte Vorwahlen.

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