Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

US-Vorwahlen 2016: Hillary Clinton reichen Stimmen für Nominierung

Vorwahlen in den USA  

Bericht: Clinton hat genug Stimmen für Nominierung

07.06.2016, 15:51 Uhr | AFP, t-online.de

US-Vorwahlen 2016: Hillary Clinton reichen Stimmen für Nominierung. Hillary Clinton kommt ihrem großen Ziel immer näher. (Quelle: Reuters)

Hillary Clinton kommt ihrem großen Ziel immer näher. (Quelle: Reuters)

Hillary Clinton hat die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten offenbar sicher. Sie habe die nötige Zahl von 2383 Delegiertenstimmen zusammen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP unter den stimmberechtigten Delegierten des bevorstehenden Nominierungsparteitags ergab.

In der AP-Befragung legten sich genügend der so genannten Superdelegierten auf Clinton fest. Superdelegierte sind ehemalige oder aktuelle Amtsträger der Demokraten, die beim Nominierungsparteitag stimmberechtigt sind, ohne dabei durch den Entscheid der Wähler bei Vorwahlen an einen bestimmten Kandidaten gebunden zu sein.

Mehrere hundert dieser Superdelegierten haben sich auf Clinton festgelegt, während ihr Rivale Bernie Sanders beim Nominierungsparteitag im Juli bislang nur mit einigen Dutzend Stimmen aus dieser Delegiertengruppe rechnen kann.

Clinton erklärte über Twitter, sie fühle sich "geschmeichelt" von der Nachricht. "Wir haben aber noch Vorwahlen zu gewinnen", fügte sie hinzu. Am Dienstag dürfen Millionen von Wählern in sechs US-Bundesstaaten bei den Vorwahlen der Demokraten abstimmen. 

Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook sprach in einer ersten Reaktion auf die Delegiertenzählung lediglich von einer "wichtigen Wegmarke". Er verwies ebenfalls auf die noch anstehenden Vorwahlen. Vor allem in Kalifornien hatte sich Clinton zuletzt einen harten Wahlkampf gegen Sanders geliefert.

Druck auf Sanders wächst 

Sanders will sich aber noch nicht geschlagen geben. Sein Sprecher Michael Briggs kritisierte die AP-Delegiertenzählung als "unglücklich" und "voreilig". Die Nominierung werde erst bei der Abstimmung auf dem Parteitag im Juli entschieden.

Sanders hatte angekündigt, in den kommenden Wochen Superdelegierte von Clinton abwerben zu wollen. Clinton selbst bekräftigte ihren Anspruch auf die Nominierung mit dem Hinweis, dass sie bei den Vorwahlen zusammengerechnet mehr als drei Millionen Stimmen Vorsprung vor Sanders habe.

Bei den Demokraten wächst der Druck auf Sanders, nach den Wahlen am Dienstag seine Kandidatur aufzugeben. Parteistrategen fürchten, dass er die in der Bevölkerung nicht eben populäre Kandidatin Clinton durch weitere Angriffe schwächen könnte, dass seine andauernde Kandidatur die Partei vor der Präsidentschaftswahl im November spalten werde und dass davon letztlich der republikanische Kandidat Donald Trump profitieren könnte.

Auch Obama wird Clinton unterstützen 

In Washington mehren sich derweil die Anzeichen, dass der parteiintern sehr beliebte Präsident Barack Obama sich bald offiziell auf Clintons Seite stellen wird. Sein Sprecher Josh Earnest sagte, Obama wolle zunächst noch die Ergebnisse der Wahlen am Dienstag abwarten. Aus Fairnessgründen habe sich der Präsident bislang im Ringen zwischen Clinton und Sanders neutral verhalten. Es sei aber kein Geheimnis, das der Präsident eine "lange und persönliche Beziehung" zu Clinton habe.

Obamas Unterstützung könnte Clinton beim Werben um jene Wählergruppen helfen, bei denen bislang Sanders die Oberhand hat - vor allem die jüngeren und progressiv eingestellten Parteianhänger. Clinton sagte am Montag bei einem Wahlkampfauftritt in Kalifornien, sie wolle "alles tun, um die Partei zu einigen". Sie werde auf Sanders zugehen, "und ich hoffe, er macht das genauso".

Der designierte Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, Donald Trump, hatte die notwendige Zahl an Delegiertenstimmen bereits Ende Mai erreicht.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entspannen im großen Stil mit stylischen Ledersofas
Topseller bei XXXLutz
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal