Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Hillary Clinton: FBI empfiehlt keine Anklage wegen Mail-Affäre

E-Mail-Affäre  

FBI empfiehlt keine Anklage gegen Clinton

05.07.2016, 18:24 Uhr | AP, dpa, rtr

Hillary Clinton: FBI empfiehlt keine Anklage wegen Mail-Affäre. Der sorglose Umgang mit vertraulichen Mails hat für Hillary Clinton wohl kein juristisches Nachspiel. (Quelle: dpa)

Der sorglose Umgang mit vertraulichen Mails hat für Hillary Clinton wohl kein juristisches Nachspiel. (Quelle: dpa)

Strafrechtliche Konsequenzen für US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton wegen der E-Mail-Affäre sind offenbar vom Tisch. Das FBI rügte zwar Clintons "extrem sorglosen" Umgang mit vertraulichen Informationen, eine Anklage wollten die Ermittler aber nicht empfehlen.

Das sagte FBI-Direktor James Comey, nachdem seine Behörde die frühere Außenministerin am Samstag zu ihrer umstrittenen Nutzung eines privaten E-Mail-Servers für dienstliche Angelegenheiten befragt hatte. Das letzte Wort hat nun Justizministerin Loretta Lynch, die in der vergangenen Woche erklärt hatte, die Empfehlung des FBI zu respektieren.

110 vertrauliche Mails

"Keine einzige dieser E-Mails hätte auf einem privaten Server sein dürfen", sagte Comey. Jeder in einer verantwortlichen Position habe das wissen können und müssen. Insgesamt nahm das FBI 30.000 Mails unter Lupe. 110 Mails in 52 Mail-Ketten seien vertraulichen Inhalts gewesen, so Comey weiter. 

Für ein kriminelles Verhalten von Clinton oder ihrer Mitarbeiter hätten die Ermittler aber keine Belege gefunden, sagte der FBI-Direktor. Auch für einen Hackerangriff gebe es keine Hinweise. Es könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass sich feindliche Parteien Zugang verschafft hätten. Das FBI untersuchte 30.000 E-Mails. 

Affäre könnte Wahlkampf trotzdem beeinflussen

Clinton selbst hatte eingeräumt, dass es falsch gewesen sei, auf einen privaten Server zu vertrauen. Andere Außenminister hätten aber ebenfalls persönliche E-Mail-Adressen genutzt. Auch wenn strafrechtliche Ermittlungen durch die Empfehlung des FBI vom Tisch sein dürften, könnte die Affäre der Demokratin im Wahlkampf noch zusetzen.

Ihr voraussichtlicher republikanischer Gegner Donald Trump nutzte die Server-Kontroverse bereits regelmäßig, um Clinton als Lügnerin und Betrügerin darzustellen. Nach Comeys Entscheidung twitterte er: "Sehr, sehr unfair! Wie üblich schlechtes Urteil." Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, nannte die Entscheidung des FBI unerklärlich und fügte hinzu: "Niemand sollte über dem Gesetz stehen."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal