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US-Demokraten: Parteichefin Schultz kündigt nach Mail-Affäre Rücktritt an

Nach E-Mail-Affäre  

Chefin der US-Demokraten kündigt Rücktritt an

25.07.2016, 16:32 Uhr | dpa, AP, t-online.de

US-Demokraten: Parteichefin Schultz kündigt nach Mail-Affäre Rücktritt an. Debbie Wasserman Schultz steht seit 2011 an der Spitze der Demokratischen Partei. (Quelle: Reuters)

Debbie Wasserman Schultz steht seit 2011 an der Spitze der Demokratischen Partei. (Quelle: Reuters)

Eigentlich sollte der Parteitag der US-Demokraten eine Jubelveranstaltung für Hillary Clinton werden. Nun bringt die Veröffentlichung brisanter Mails aus der Parteispitze die sorgsam inszenierte Veranstaltung gehörig durcheinander. Parteichefin Debbie Wasserman Schultz kündigte bereits ihren Rücktritt an.

Sie wolle die am Montag in Philadelphia beginnende Veranstaltung noch als Parteivorsitzende formell eröffnen und auch beenden, sagte Wassermann Schultz. Fraglich ist aber, ob das dem Lager des linksliberalen Senators Bernie Sanders reicht. Sanders forderte in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC den sofortigen Rücktritt der Vorsitzenden. 

Mails aus dem Parteivorstand gehackt

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am Freitag fast 20.000 gehackte E-Mail-Kommunikationen von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstands (DNC - Democratic National Committee) veröffentlicht, dem Wasserman Schultz seit 2011 vorsteht. Aus einem Mail-Verkehr geht anscheinend hervor, wie Parteioffizielle überlegten, im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zugunsten von Clinton und zum Nachteil von Sanders einzugreifen.

Unter anderem soll darüber nachgedacht worden sein, wie Sanders' religiöse Einstellung zugunsten von Clinton genutzt werden könnte. Demnach diskutierte man darüber, vor den Vorwahlen in zwei tief religiösen Staaten ins Spiel zu bringen, dass Sanders möglicherweise Atheist sei.

Nominierungsparteitage in einem Präsidentschaftswahljahr sind bei den großen US-Parteien eigentlich als Jubelfeste angelegt, bei denen sich die Partei demonstrativ hinter ihren in Vorwahlen herauskristallisierten Kandidaten stellt. Knapp 50.000 Teilnehmer werden in Philadelphia erwartet, darunter rund 5000 Delegierte.

Stelldichein der Topdemokraten

Während des viertägigen Parteitags sind etliche Ansprachen von Topdemokraten geplant: Am Montag sollen unter anderen First Lady Michelle Obama und auch Sanders Reden halten. Ex-Präsident Bill Clinton spricht am Dienstag, gefolgt von US-Präsident Barack Obama und Vizepräsident Joe Biden am Mittwoch. 

Am Donnerstag soll Chelsea Clinton dann ihre Mutter ankündigen, die im Anschluss die demokratische Präsidentschaftsnominierung annehmen will. Für Unterhaltung werden unter anderen Snoop Dogg, Lady Gaga und Lenny Kravitz sorgen. Die Republikaner hatten Donald Trump in der vergangenen Woche zu ihrem offiziellen Präsidentschaftskandidaten gekürt. 

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