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US-Wahlen: Es wird einsam um Donald Trump

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Selbst Republikaner verzweifeln  

Es wird einsam um Donald Trump

04.08.2016, 13:34 Uhr | AFP

US-Wahlen: Es wird einsam um Donald Trump. US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump in Jacksonville, Florida. (Quelle: Reuters)

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump in Jacksonville, Florida. (Quelle: Reuters)

Aussetzer, Beleidigungen, peinliche Wissenslücken - nahezu täglich gibt es Neues vom republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Die eigene Partei verzweifelt zunehmend an ihrem Kandidaten.

Immer mehr Parteifreunde wenden sich von Trump ab. Selbst der eigene Kandidat für den Vizepräsidenten-Posten, Mike Pence. Führende Republikaner warnten Trump eindringlich davor, mit seinen unkontrollierten Auftritten jede Chance auf einen Sieg bei der Wahl im November zu verspielen.

Pence stellte sich im Sender Fox News ausdrücklich hinter Parlamentschef Paul Ryan, dem Trump zuvor die Unterstützung verweigert hatte. Mit Ryan verbinde ihn eine "langjährige Freundschaft" und er unterstütze dessen Kampagne zum Wiedereinzug in den Kongress, sagte Pence.

Mit seiner provokanten Distanzierung von Ryan, der zu den einflussreichsten Republikanern in Washington zählt, hatte Trump zuvor die Parteiführung herausgefordert. Parteichef Reince Priebus ließ erklären, er sei "außerordentlich empört" über Trumps beispielloses Verhalten gegenüber Ryan. In Washington wird Trumps Vorgehen als Retourkutsche gewertet, weil sich Ryan wiederholt kritisch über Trump geäußert hatte.

Kaum Hoffnung, Trump zu disziplinieren

Zur Verärgerung der Partei (und auch des Auslands) hatten in den vergangenen Tagen vor allem Trumps Angriffe auf die muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten beigetragen, mit denen der Kandidat nach Ansicht vieler Republikaner die Regeln des Anstands verletzt hatte. Eine ganze Reihe als unglücklich empfundener Auftritte ließ bei der Parteiführung zudem die Hoffnung schwinden, Trump könnte nun nach seiner offiziellen Nominierung als Kandidat in eine Art Parteidisziplin eingebunden werden.

Der einflussreiche Republikaner Newt Gingrich appellierte eindringlich an den Kandidaten, sein Auftreten zu ändern. "Er hat noch nicht den Übergang zum potenziellen Präsidenten der Vereinigten Staaten geschafft", sagte Gingrich im Sender Fox Business Network. "Seine Äußerungen der vergangenen Woche lassen nichts Gutes für seine Kampagne ahnen."

Gingrich warf Trump vor, mit fahrlässigen Provokationen die Wähler der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zuzutreiben: "Trump hilft ihr, die Wahl zu gewinnen, weil er noch inakzeptabler ist als sie." Der so Gescholtene selbst zeigte sich von den innerparteilichen Turbulenzen unbeeindruckt. Seine Wahlkampagne für das Präsidentenamt sei "noch nie so geeint" gewesen wie jetzt, sagte er in Florida.

"Zu viele rote Linien überschritten"

Die Zahl der Republikaner, die sich aus Protest von Trump lossagten, wuchs unterdessen weiter. Der republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger, ein Luftwaffenveteran, sagte im Sender CNN, Trump habe "zu viele rote Linien überschritten". Er werde den Kandidaten nicht länger unterstützen - "egal, welchen politischen Preis ich dafür zahlen muss".

Zuvor hatte die Republikanerin und Chefin des IT-Konzerns Hewlett Packard, Meg Whitman, angekündigt, dass sie Trumps Rivalin Hillary Clinton unterstützen werde. Der Rechtspopulist Trump sei ein "unehrlicher Demagoge", der das Land "auf einen sehr gefährlichen Weg führen würde", begründete sie ihre Entscheidung in der "New York Times".

Republikaner hoffen wohl auf Rückzug

Angesichts des Ärgers bei den Republikanern wird offenbar schon über Alternativszenarien nachgedacht. Das berichtet der Sender ABC. Voraussetzung ist aber, dass der Kandidat von selber hinwirft. Zwingen kann man ihn nicht. Trump ist als dünnhäutig bekannt - eine plötzliche Kehrtwende ist zumindest denkbar, wenn auch vielleicht eher Wunschdenken.

In einer Umfrage des Senders Fox News konnte Clinton ihren Vorsprung vor Trump auf zehn Prozentpunkte ausbauen. Die Erhebung sah Clinton bei 49 Prozent und Trump bei 39 Prozent.

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