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Donald Trump zurück aus Mexiko - er ist wieder ganz der Alte

Zu Gast bei Feinden  

Misstöne bei Besuch Trumps in Mexiko

01.09.2016, 17:43 Uhr | AFP, dpa, AP

Donald Trump zurück aus Mexiko - er ist wieder ganz der Alte. Peña Nieto und Trump in Mexiko-Stadt. (Quelle: dpa)

Peña Nieto und Trump in Mexiko-Stadt. (Quelle: dpa)

Der Besuch von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump in Mexiko ist mit Missklängen zu Ende gegangen. Trump und Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto machten widersprüchliche Angaben dazu, ob Trumps Forderung nach dem Bau einer Grenzmauer auf Kosten Mexikos in ihrem Gespräch thematisiert wurde.

Trump bestritt dies, Peña Nieto widersprach. Nach seiner Rückkehr in die USA legte der Republikaner nach: "Mexiko wird für die Mauer zahlen, zu hundert Prozent."

Trump bekräftigte bei dem Treffen, zu dem er auf Einladung Peña Nietos nach Mexiko-Stadt gereist war, im Grundsatz seine Forderung nach dem Mauerbau: Jedes Land habe das Recht, "eine physische Barriere oder eine Mauer an seinen Grenzen zu bauen". Vor Journalisten fügte er aber auch hinzu: "Wir haben nicht darüber beraten, wer die Mauer zahlen soll."

Der Präsident widersprach dieser Aussage. "Am Anfang meines Gesprächs mit Donald Trump habe ich klar gemacht, dass Mexiko nicht für die Mauer zahlen wird", stellte Peña Nieto über den Kurznachrichtendienst Twitter klar.

Peña Nieto hält sich zurück

Peña Nieto war zuvor bei einer Pressebegegnung nach dem Treffen mit Trump auch auf abfällige Aussagen des rechtspopulistischen Immobilienmilliardärs über Mexikaner eingegangen. "Das mexikanische Volk fühlt sich durch die gefallenen Äußerungen verletzt", sagte er. "Ich bin aber sicher, dass ein ernstes Interesse besteht, eine Beziehung zu entwickeln, die unseren Gesellschaften Gutes bringt."

Trump hatte sich bei seinem Besuch zunächst staatsmännisch gezeigt: "Ich habe großen Respekt vor den Mexikanern in den Vereinigten Staaten, vor ihrem Glauben, ihren Familienwerten und ihrer Gemeinschaft", sagte er, während Nieto neben ihm stand.

Trump droht illegalen Einwanderern

Wenige Stunden später in Arizona zeigte sich dann wieder der alte Trump: Demagogisch, populistisch, wie man ihn seit Monaten kennt. "Wir werden eine großartige Mauer entlang der Südgrenze bauen", sagte er unter tosenden Jubel-Sprechchören seiner Anhänger in Phoenix. "Und Mexiko wird die Mauer bezahlen. Hundert Prozent. Sie wissen es noch nicht, aber sie werden die Mauer bezahlen."

Gleichzeitig forderte Trump alle Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung zum Verlassen des Landes auf. Danach könnten sie dann wieder wie alle anderen legal einreisen. Andernfalls würden sie ausgewiesen. Dies gelte für alle elf Millionen Menschen, die ungesetzlich in die USA gekommen seien. Als Präsident werde er ihnen keine Amnestie gewähren.

"Sie können keinen legalen Status erhalten, wenn sie illegal ins Land kommen", sagte Trump. Zuerst sollten die deportiert werden, die wegen Verbrechen festgenommen worden seien.

Er kündigte an, er werde andere Staaten zwingen, aus den USA ausgewiesene Menschen aufzunehmen. Bisher hätten sich mindestens 23 Länder geweigert, ihre Bürger wieder einreisen zu lassen, wenn diese wegen Gesetzesverstößen die USA verlassen müssten. "Das wird mit mir nicht passieren, Leute", erklärte Trump. Wie er das im Einzelnen erreichen will, sagte er nicht.

Trump versicherte, die USA hießen Einwanderer willkommen, aber diese müssten so in die Vereinigten Staaten kommen, dass es dem nationalen Interesse diene.

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