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US-Wahlen: Donald Trump lobt Angela Merkel ein bisschen

US-Präsidentschaftskandidaten  

Clinton bewundert Merkel - sogar Trump lobt ein bisschen

30.09.2016, 14:02 Uhr | AP, AFP, dpa, t-online.de

US-Wahlen: Donald Trump lobt Angela Merkel ein bisschen. Clinton und Merkel 2011 in Washington: Die deutsche Kanzlerin wird von den US-Präsidentschaftskandidaten bewundert. (Quelle: AP/dpa)

Clinton und Merkel 2011 in Washington: Die deutsche Kanzlerin wird von den US-Präsidentschaftskandidaten bewundert. (Quelle: AP/dpa)

Die US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump haben Loblieder für Bundeskanzlerin Angela Merkel angestimmt. Vor allem Trump machte einen seiner berühmt-berüchtigten Schwenks - ohne sich allerdings dieses Mal komplett selbst zu widersprechen.

Trump hatte bisher im Wahlkampf immer Merkels Flüchtlingspolitik scharf kritisiert und ihr vorgeworfen, Deutschland zu ruinieren. Clinton wolle "die Angela Merkel der USA werden", sagte er etwa im August, was natürlich nicht als Lob gedacht war.

Jetzt sagte Trump in einem Fernsehinterview auf die Frage, welche internationalen Spitzenpolitiker er bewundere: "Merkel ist eine wirklich große Weltführerin." Er sei "schon immer pro-Merkel" gewesen und wolle sie nachahmen. Allerdings sei er von ihrer Flüchtlingspolitik sehr enttäuscht.

Merkel beeindruckt Clinton

Clinton lobte Merkel an Bord ihres Flugzeuges. "Ich mag viele Weltpolitiker, eine meiner Favoritinnen ist Angela Merkel, weil sie in schwierigen Zeiten eine außergewöhnliche und starke Führungsperson war." Merkels Mut in der Flüchtlingskrise habe sie beeindruckt, fügte die Demokratin hinzu. "Ich hoffe, ich werde die Gelegenheit bekommen, mit ihr zusammenzuarbeiten."

Auch Clinton war von einer Journalistin gefragt worden, welchen Spitzenpolitiker sie bewundere. Dem Präsidentschaftskandidaten der libertären Partei, Gary Johnson, war die selbe Frage in einem Interview gestellt worden. Ihm fiel nichts ein.

US-Zeitung verärgert konservative Leser

Wie stark der Wahlkampf in den USA die Menschen polarisiert, zeigt derweil ein Vorfall in Arizona. Nachdem die konservative Zeitung "Arizona Republic" entgegen ihrer Tradition nicht den Republikaner Trump, sondern die Demokratin Clinton zur Wahl empfohlen hatte, gingen in der Redaktion Kündigungen und Drohungen ein.

Die größte Zeitung des US-Bundesstaats hatte geschrieben, die demokratische Clinton sei zwar nicht frei von Fehlern, aber die bessere Wahl als ihr Herausforderer. Dieser sei weder konservativ noch geeignet für das Amt.

Phil Boas, der die Leitartikel betreut, sagte, schon kurz nach der Veröffentlichung des Artikels seien die ersten Beschwerden und Kündigungen gekommen. Es habe "viele wütende Anrufer" gegeben, sagte er. Demnach erhielt die Zeitung auch Drohanrufe und eine Morddrohung. Allerdings bereue die Redaktion ihre Entscheidung nicht. "Wir fühlen uns gut damit", sagte Boas.

Viele Zeitungen schwenken um

Ohnehin gehe er davon aus, dass keiner, der regelmäßig die Meinungsseiten lese, von der Unterstützung der Zeitung für Clinton überrascht gewesen sei, sagte der Journalist weiter. Schon vor einem Jahr habe die "Arizona Republic" vor dem "autoritären" Verhalten Trumps und vor dessen "gefährlichen Worten" gewarnt. Die Zeitung existiert seit 1890 und unterstützte bislang stets republikanische Präsidentschaftskandidaten.

Vor der "Arizona Republic" hatten bereits weitere konservative Zeitungen mit ihrer Tradition gebrochen. So sagten unter anderem der "Cincinnati Enquirer" aus Ohio und die "Dallas Morning News" aus Texas Clinton ihre Unterstützung zu. In den USA hat es Tradition, dass Zeitungen eine Wahlempfehlung abgeben. Die "New York Times", die seit den 50er Jahren keinen Republikaner mehr empfohlen hat, bezeichnete Trump kürzlich als "schlimmsten Kandidaten der Geschichte".

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