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Donald Trump: Habe Steuergesetze "brillant ausgenutzt"

Milliardär trickst Steuer aus  

Trump: Habe Steuergesetze "brillant ausgenutzt"

04.10.2016, 09:59 Uhr | dpa, rtr

Donald Trump: Habe Steuergesetze "brillant ausgenutzt" . Hält sich für besonders clever: Präsidentschaftskandidat Donald Trump. (Quelle: Reuters)

Hält sich für besonders clever: Präsidentschaftskandidat Donald Trump. (Quelle: Reuters)

Donald Trump hat nach eigenen Worten die US-Steuergesetze "auf brillante Art" ausgenutzt. "Als Geschäftsmann und Immobilienentwickler habe ich die Steuergesetze auf legale Weise zu meinem eigenen Nutzen und zum Nutzen meiner Firma, meiner Investoren und meiner Angestellten genutzt", so der republikanische Präsidentschaftskandidat.

Er habe die treuhänderische Verantwortung, so geringe Steuern zu zahlen wie gesetzlich möglich, sagte der Milliardär bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Colorado.

Durch Verluste von Steuerzahlungen befreit 

Die Zeitung "New York Times" hatte am Wochenende eine alte Steuererklärung Trumps veröffentlicht. Demnach machte er im Jahr 1995 Verluste von knapp 916 Millionen US-Dollar (etwa 815 Millionen Euro) geltend. Das könnte es ihm der Zeitung zufolge 18 Jahre lang erspart haben, Einkommensteuer an die Bundessteuerbehörde abzuführen.

Bereits vor dieser Enthüllung, bei der ersten TV-Debatte mit seiner Kontrahentin Hillary Clinton am vorvergangenen Montag, hatte Trump mit seinem Nichtzahlen von Steuern angegeben. Die Demokratin Clinton hatte spekuliert, Trump habe seine Steuererklärungen womöglich deshalb nicht veröffentlicht, weil er keine Bundessteuern gezahlt habe. In den einzigen Jahren, für die es Belege gebe, sei es jedenfalls so gewesen. "Das bedeutet, dass ich schlau bin", unterbrach Trump. 

Unsaubere Verwaltung von Stiftungsgeldern 

Unterdessen bekommt Trump stärkeren Gegenwind bei seinem Geschäftsgebaren zu spüren.  So darf seine Stiftung im US-Bundesstaat New York keine Spenden mehr sammeln. Die Stiftung habe sich nicht ordnungsgemäß registriert und damit gegen Gesetze des Bundesstaats verstoßen, heißt es in einem Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft. Sollte die Stiftung weiterhin Spenden einnehmen, wäre das ein "fortwährender Betrug". Trumps Stiftung erklärte, sie werde mit den Behörden zusammenarbeiten.

Nach Recherchen der "Washington Post" hat Trump möglicherweise gegen Regeln verstoßen, als er mit Geld der Stiftung zwei Selbstportraits für seine privaten Golfclubs gekauft hat. Zudem habe er möglicherweise mit Stiftungsgeld Rechtsanwälte bezahlt. 

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