Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

TV-Duell Trump vs Clinton: Hillary Clinton gewinnt auch 2. TV-Debatte

Heftiger Schlagabtausch  

Clinton gewinnt auch zweites TV-Duell gegen Trump

10.10.2016, 13:07 Uhr | dpa

TV-Duell Trump vs Clinton: Hillary Clinton gewinnt auch 2. TV-Debatte. Clinton gewinnt auch 2. TV-Duell gegen Trump klar. (Quelle: Reuters)

Clinton gewinnt auch 2. TV-Duell gegen Trump klar. (Quelle: Reuters)

Der US-Wahlkampf geht in seinen letzten Monat - und die Kandidaten zerfleischen sich. Beim zweiten TV-Duell der Kandidaten lieferten sich Donald Trump und Hillary Clinton einen heftigen Schlagabtausch. Die demokratische US-Kandidatin konnte Umfragen zufolge auch die zweite Fernsehdebatte gewinnen.

Laut einer Blitzumfrage des Senders CNN gewann die Demokratin die Debatte mit 57 Prozent. Der Republikaner kam auf 34 Prozent. Clinton schnitt damit fünf Prozentpunkte schlechter ab als in der ersten Debatte. Damals hatten 62 Prozent Clinton als Siegerin gesehen.

Auch eine YouGov-Befragung von 812 wahrscheinlichen Wählern sieht Clinton vorn. Allerdings unterscheiden sich die Antworten von Frauen und Männern: Frauen sehen Clinton mit 50 zu 38 Prozent vorn, Männer dagegen Trump mit 46 zu 43 Prozent.

Trump droht mit Gefängnis

In einem hitzig geführten TV-Duell im Kampf um das Weiße Haus haben sich Clinton und Trump gegenseitig mit herben Vorwürfen überzogen. Der Republikaner Trump, zuletzt wegen sexistischer Äußerungen aus dem Jahr 2005 in die Defensive geraten, forderte sogar eine Haftstrafe für seine Gegnerin wegen ihres Umgangs mit ihren dienstlichen E-Mails als US-Außenministerin.

Mehr spannende Grafiken finden Sie bei Statista

Trump lebt in einer "parallelen Realität"

Die Demokratin Clinton bezichtigte Trump ihrerseits mehrmals, falsche Angaben zu machen. "Was Sie von Donald hören, ist wieder nicht wahr. Er lebt in einer parallelen Realität", sagte Clinton.

In dem Skandal um das Ende vergangener Woche aufgetauchte Video mit sexistischen Äußerungen zeigte sich Trump reuig. "Ich schäme mich", sagte er über die frauenfeindlichen Bemerkungen. Er achte Frauen. "Niemand respektiert Frauen mehr als ich", sagte Trump. Seine Äußerungen bezeichnete er als "Umkleidekabinen-Gespräche". Trump hatte in dem Video unter anderem erklärt, als "Star" könne er sich Frauen gegenüber alles erlauben, auch den Griff an ihre Geschlechtsteile.

Clinton erklärte, die Äußerungen seien bezeichnend für Trumps Persönlichkeit. "Jedem, der (das Video) gehört hat, ist klar, dass das genau ausmacht, wer er ist", sagte die 68-Jährige. Trump habe Frauen beleidigt. Er habe zudem Migranten, Afroamerikaner, Latinos, Behinderte, Muslime und andere verbal ins Visier genommen.

Trump fühlt sich schlecht behandelt

Trump redete sich zu Anfang der 90-minütigen Debatte mehrmals in Rage, musste von den Moderatoren unterbrochen werden, weil er die vereinbarte Redezeit überzogen hatte. Der Immobilienmilliardär fühlte sich daraufhin schlecht behandelt. "Es ist drei gegen einen", sagte Trump, als die Moderatoren Anderson Cooper und Martha Raddatz baten, beim Thema zu bleiben.

Clinton gab ihrerseits Versäumnisse beim Umgang mit ihren E-Mails in ihrer Zeit als Außenministerin zu. "Es war ein Fehler", sagte sie zu der Praxis, dienstliche E-Mails als US-Außenministerin von einem privaten und nicht gesicherten Server zu versenden. Ihr Kontrahent Donald Trump hatte zuvor bei der zweiten Fernsehdebatte der beiden Präsidentschaftskandidaten herbe Vorwürfe gegen Clinton vorgebracht. Die ehemalige Ministerin und First Lady müsse inhaftiert werden.

Am Ende drohte er ihr damit, eine neue Untersuchung einzuleiten, sollte er die Wahl gewinnen. "Ich werde den Generalstaatsanwalt bitten, einen Sonderermittler damit zu beauftragen, diese Sache anzuschauen, weil es nie zuvor so viele Lügen gab, so viel Betrug", erklärte Trump. Das FBI hatte seine Ermittlungen zu der Affäre mit der Bewertung "grob fahrlässig" abgeschlossen, aber keine strafbare Handlung oder Absicht gesehen.

Steuerschlupflöcher ausgenutzt

In der Debatte um die Behandlung von Muslimen in den USA forderte Clinton mehr Toleranz. "Meine Vision von Amerika ist ein Amerika, in dem jeder einen Platz hat." Trump bekräftigte dagegen, dass Muslime vor deren Einreise in die USA "extrem" überprüft werden müssten. Die Anschläge von Paris, Orlando und San Bernardino zeigten, wie groß die Gefahr durch radikale islamische Terroristen sei.

Trump gab zu, Schlupflöcher im Steuersystem der USA ausgenutzt und damit 916 Millionen Dollar gespart zu haben. Hillary Clinton habe dies als Senatorin in New York selbst ermöglicht. "Die Leute, die ihr all das Geld geben, wollen das so", sagte der Milliardär mit Blick auf Clintons reiche Parteispender.

Clinton erklärte nach der Debatte: "Ich war überrascht von der Lawine absoluter Unwahrheit." Trump äußerte sich zunächst nicht. Sein Vizekandidat Mike Pence gratulierte ihm zu seinem Auftritt. Am Samstag hatte er den Präsidentschaftskandidaten für seine sexistischen Aussagen kritisiert.

Das dritte TV-Duell zwischen Clinton und Trump findet in der Nacht vom 19.10. 2016 auf den 20.10.2016 statt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal