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US-Wahlen: Republikaner Paul Ryan lässt Donald Trump fallen

Rückhalt bröckelt und bröckelt  

Spitzenrepublikaner Ryan lässt Trump fallen

10.10.2016, 20:23 Uhr | AP

US-Wahlen: Republikaner Paul Ryan lässt Donald Trump fallen. Der Präsident des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, distanziert sich von Trump. (Quelle: AP/dpa)

Der Präsident des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, distanziert sich von Trump. (Quelle: AP/dpa)

Donald Trump verliert weiter Rückhalt in den eigenen Reihen: Der mächtigste Republikaner der USA, Paul Ryan, hat sich von ihm losgesagt.

Er werde Trump bis zur US-Wahl am 8. November nicht mehr verteidigen und die verbleibenden vier Wochen dazu nutzen, sich für den Erhalt der Mehrheit seiner Partei im Repräsentantenhaus einzusetzen, sagte der Republikaner im dritthöchsten Staatsamt der USA nach Angaben aus Parteikreisen in einer Telefonkonferenz mit republikanischen Abgeordneten.

Kein "Blankoscheck" für Clinton

Demnach will Ryan alles daran setzen, Hillary Clinton einen republikanisch kontrollierten Kongress entgegenzustellen. Er gestand damit quasi ein, dass der demokratischen Rivalin Hillary Clinton die Präsidentschaft sicher sei.

Er wolle "seine gesamte Energie" darauf verwenden, "sicherzustellen, dass Hillary Clinton keinen Blankoscheck mit einem demokratisch kontrollierten Kongress bekommt", hieß es. Er habe hinzugefügt, dass er gewillt sei, "politischen Druck auszuhalten, um zu helfen, unsere Mehrheit zu schützen".

Viele Republikaner rücken von Trump ab

Das Verhältnis zwischen dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Ryan gilt seit Monaten als angespannt. Trump ist abermals in Misskredit gefallen, weil vor wenigen Tagen ein Video aus dem Jahr 2005 veröffentlicht wurde, in dem er sich sexistisch über Frauen äußert.

In einer Fernsehdebatte gegen Clinton tat er das zwar als "Umkleideraum-Gerede" ab. Viele Republikaner waren zu diesem Zeitpunkt aber bereits von ihm abgerückt, weil sie befürchten, dass Trump ihre Chancen auf eine Wiederwahl ruinieren könnte.

Eine in die Konferenz involvierte Person sagte, Ryan habe seine Unterstützung für Trump zwar nicht zurückgezogen, aber gesagt, er werde ihn nicht jetzt und auch nicht künftig verteidigen. Stattdessen wolle er für republikanische Kongresskandidaten Wahlkampf betreiben.

Kein gemeinsamer Auftritt

Ein weiterer Beteiligter sagte, Ryan habe erklärt, er wolle bis zur Wahl nicht gemeinsam mit Trump im Wahlkampf auftreten. Den republikanischen Kandidaten habe er empfohlen, "das zu tun, was für euren Wahlbezirk am besten ist".

Ryans Büro beeilte sich mitzuteilen, dass er nicht vorzeitig die Niederlage bei der Wahl eingestehe. Repräsentantenhausabgeordnete, die Trump nahestehen, hatten bei der Telefonkonferenz allerdings genau diesen Eindruck. Sie führten an, dass Trump nach wie vor Siegchancen habe und von der Partei nicht aufgegeben werden sollte.

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