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TV-Duell Clinton - Trump: Hillary Clinton gewinnt 3. Debatte vor US-Wahl

Dritte TV-Debatte  

Trump will Wahlergebnis eventuell nicht anerkennen

20.10.2016, 11:17 Uhr | dpa, rtr

TV-Duell Clinton - Trump: Hillary Clinton gewinnt 3. Debatte vor US-Wahl. Donald Trump während der letzten TV-Debatte. (Quelle: dpa)

Donald Trump während der letzten TV-Debatte. (Quelle: dpa)

Die dritte TV-Debatte im US-Wahlkampf ist vorüber. In Las Vegas lieferten sich Donald Trump und Hillary Clinton eine letzte Schlacht vor den Augen der Nation. Gewonnen hat laut ersten Ergebnissen zwar Clinton, die wohl bedeutendste Aussage jedoch lieferte ihr Konkurrent.

Trump erneuerte seinen Manipulationsverdacht bezüglich der Präsidentschaftswahl am 8. November und weigerte sich, sich schon jetzt darauf festzulegen, eine etwaige Niederlage auch anzuerkennen. "Ich werde mir das dann anschauen. Ich schaue es mir nicht jetzt an", sagte er beim dritten TV-Duell mit Clinton. US-Kommentatoren bewerteten dies als einzigartig in bisherigen US-Wahlkämpfen.

Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrmals mit Verschwörungstheorien aufgewartet und den Eindruck erweckt, die Wahl werde manipuliert. Beweise oder Indizien dafür hat er jedoch nicht geliefert. Sein Vizepräsidentschaftskandidat Mike Pence und seine Tochter Ivanka Trump hatten die Aussagen kurz vor der Fernsehdebatte relativiert und erklärt, die Manipulierungsvorwürfe bezögen sich auf die Medienberichterstattung. Wenig später kündigten auch die Republikaner an, das Ergebnis anerkennen zu wollen.

Nicht die Hände gereicht

Der 70-jährige Trump liegt in Umfragen weniger als drei Wochen vor dem Wahltermin weit hinter Clinton (68) zurück. Erste Kommentatoren gehen davon aus, dass ihm nur noch ein großer Fehler Clintons oder eine dramatische Wendung zum Wahlsieg verhelfen kann.

Clinton und Trump lieferten sich in Las Vegas ein engagiertes Duell, teilweise inhaltlicher geführt als die beiden Veranstaltungen in Hempstead (New York) und St. Louis (Missouri). Die Demokratin und der Republikaner gerieten bei Themen wie Abtreibung, Waffengesetze und der Besetzung höchster Richterämter aneinander.

Clinton erklärte in ihrem Schlussstatement, sie werde sich besonders für Bildung und sozialen Ausgleich einsetzen. Trump forderte mehr Gesetzestreue und Gerechtigkeit im Land. Oftmals tauschten beide in der vom konservativen Sender Fox News ausgerichteten Debatte jedoch meist bereits bekannte Argumente aus, neue Fakten kamen kaum auf den Tisch. Ein Zeichen, wie hitzig die Debatte geführt wurde: Beide Kontrahenten reichten sich weder zu Beginn noch am Ende die Hände.

Sexuelle Übergriffe geleugnet

Trump beschuldigte seine diesmal in einem weißen Hosenanzug gekleidete Konkurrentin, Lügen über sexuelle Übergriffe zu verbreiten. In den vergangenen Tagen waren mehrere Frauen an die Öffentlichkeit getreten und hatten den republikanischen Präsidentschaftskandidaten beschuldigt, sie unziemlich bedrängt zu haben. Trump bezeichnete das als Lügen. "Ich kenne diese Leute nicht", sagte er am Mittwochabend.

"Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich. Niemand", behauptete Trump. Clintons Wahlkampfteam habe die Frauen dazu gebracht, diese Aussagen zu machen. Es habe auch Leute angeheuert, die auf seinen Veranstaltungen gewalttätig geworden seien. Clinton warf dem 70-Jährigen daraufhin vor, Frauen zu verachten. "Donald Trump denkt, dass es ihn groß macht, wenn er Frauen erniedrigt. Es macht ihn nur zu einem Rüpel."

Beide stritten auch über den Einfluss des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Clinton warf Trump vor, eine Marionette Putins zu sein. Trump wiederum sagte, der russische Präsident habe keinen Respekt vor der früheren Außenministerin. Beim Thema internationale Sicherheitspolitik erklärte Clinton, sie würde keine US-Soldaten in den Irak oder nach Syrien schicken. Sie sprach sich zudem für eine Flugverbotszone über Syrien aus. Allerdings müssten dem Verhandlungen mit Russland vorausgehen.

Eine erste Umfrage des Fernsehsenders CNN unter Zuschauern ergab, dass 52 Prozent der Befragten Clinton als Siegerin der TV-Debatte sehen. 39 Prozent dagegen halten Trump für den Gewinner.

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