Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Donald Trump kassiert Buhrufe bei Benefiz-Dinner in New York

Schlechte Witze  

Donald Trump bei Benefiz-Dinner ausgebuht

21.10.2016, 09:32 Uhr | dpa

Donald Trump kassiert Buhrufe bei Benefiz-Dinner in New York. Donald Trump beim noblen Benefiz-Dinner in New York. (Quelle: Reuters)

Donald Trump beim noblen Benefiz-Dinner in New York. (Quelle: Reuters)

Einen Tag nach ihrem dritten und letzten TV-Duell sind die US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton erneut aufeinander getroffen: Bei einem Benefiz-Diner sollten sie eigentlich ein paar Witze reißen. Doch Trumps Einlassungen gingen stellenweise weit über bissige Seitenhiebe hinaus. Das Publikum reagierte prompt und buhte.

Bei dem noblen Benefiz-Dinner der New Yorker Alfred-E.-Smith-Memorial-Foundation zugunsten katholischer Kindereinrichtungen liefern die Redner traditionell humoristische Einlagen, in denen sie andere oder sich selbst aufs Korn nehmen. Nach einigen Witzen über seine Bescheidenheit und die korrupten Medien, setzte Trump bezüglich seiner Kontrahentin Clinton aber einmal mehr auf Attacke.

"Sie ist korrupt, sie wurde sogar aus dem Watergate-Untersuchungsausschuss geworfen", sagte Trump in Anspielung auf eine seit langer Zeit kursierende, aber nie bestätigte Verschwörungstheorie. Die Quittung waren Buhrufe der Bankett-Gäste. US-Beobachter konnten sich nicht erinnern, dass jemals zuvor ein Redner bei der Traditionsveranstaltung ausgebuht wurde.

Trump und Clinton saßen bei dem Abendessen im noblen Waldorf Astoria-Hotel knapp nebeneinander, nur getrennt durch den Gastgeber des Events, den Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Dolan. Beide Präsidentschaftskandidaten wechselten auch ein paar Worte miteinander.

Gastgeber Alfred E. Smith IV erinnerte Trump daran, dass dieser jetzt nicht einer Umkleidekabine für Männer sitze, sondern neben einem Kardinal. Trump quittierte die Anspielung auf ein Video mit seinen obszönen Prahlereien über Frauen mit einem Lachen.

Trump vergleicht sich mit Jesus

Gleich zu Beginn seiner Tischrede verglich sich der republikanische Präsidentschaftskandidat mit Jesus. Auch er sei "nur ein einfacher Zimmermann, der für seinen Vater gearbeitet habe", sagte er. Doch rasch kamen die Angriffe auf seine Konkurrentin - Clinton sei eine versteckte Katholiken-Hasserin, sagte Trump. Er verstehe nicht, wie jemand, der so korrupt sei, sich für das höchste Amt im Staat bewerben könne. Vom Publikum wurden diese Aussagen nicht goutiert, wie die "New York Times" berichtete.

Die meisten Lacher konnte Trump auf seine Seite ziehen, als er einen Witz auf Kosten seiner Frau Melania machte: "Michelle Obama hielt eine Rede und alle sagten, die sei großartig", sagte Trump. "Melania hielt exakt die selbe Rede, und wird kritisiert. Ich verstehe es nicht", sagte er in Anspielung auf Parteitagsrede seiner Frau, die in Teilen ein Plagiat war.

Clinton selbstironisch

Clinton hielt sich mehr zurück und übte sich in Selbstironie. "Das ist hier ein Geschenk für Sie - normalerweise nehme ich viel Geld für solche Reden", sagte sie eingangs ans Publikum gerichtet, den Vorwurf ihrer Kritiker, sie lasse sich von Wall-Street-Bossen für Reden bezahlen, aufs Korn nehmend. "Ich sage immer, was die Leute hören wollen", betonte sie und schickte hinterher: "Diese Wahl wird sehr bald vorüber sein."

Auch sie nahm ihren Konkurrenten aufs Korn - Trump übersetze auf seinen Telepromptern "aus dem russischen Original". Auch Trumps Aussagen über Frauen brachte sie ins Spiel: Für die meisten US-Amerikaner sei die Freiheitsstatue in New York ein Symbol der Hoffnung und ein Willkommensgruß an Einwanderer. Trump hingegen sehe in Lady Liberty eine Vier auf der Attraktivitäts-Skala. "Vielleicht eine Fünf, wenn sie die Fackel und Tafel loswird und sich eine neue Frisur zulegt."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal