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US-Wahl 2016: Donald Trump legt seinen 100-Tage-Plan vor

Dutzende Vorhaben  

Trump legt 100-Tage-Plan vor

23.10.2016, 16:50 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

US-Wahl 2016: Donald Trump legt seinen 100-Tage-Plan vor. Donald Trump will die US-Politik binnen weniger Tage umkrempeln. (Quelle: AP/dpa)

Donald Trump will die US-Politik binnen weniger Tage umkrempeln. (Quelle: AP/dpa)

Er hat noch etwas mehr als zwei Wochen, um Hillary Clinton einzuholen: Donald Trump versucht inmitten zahlreicher Skandale um seine Person, mit einem 100-Tage-Plan auf sein politisches Programm aufmerksam zu machen. Und kann das Lästern doch nicht lassen.

Mit dem Programm will Trump bei einem Wahlsieg am 8. November sofort nach Amtsantritt einen radikalen Wandel einleiten. In einer Rede im historischen Gettysburg listete Trump Dutzende Vorhaben auf - von Neuverhandlungen über internationale Handelspakte bis zu einem Stopp der Einwanderung aus bestimmten Ländern.

Mauer in Richtung Mexiko soll kommen

In seinem Programm, das er als "Vertrag zwischen Donald J. Trump und dem amerikanischen Volk" bezeichnete, wiederholte der Milliardär weitgehend bereits bekannte Pläne. So will er neu über das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta verhandeln, aus dem Transpazifischen Handelspakt TPP aussteigen und "Handelsmissbrauch" durch andere Staaten unterbinden.

Weiter versprach er, unverzüglich mit der Abschiebung straffälliger illegaler Einwanderer zu beginnen und Immigration aus bestimmten "terrorismusanfälligen Regionen" auszusetzen.

Am Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko hält der Immobilienunternehmer ebenfalls fest. Und er versicherte erneut, dass Mexiko dafür zahlen werde - wovon die mexikanische Regierung freilich nichts wissen will.

Den "Sumpf der Korruption in Washington" will Trump unter anderem durch die Begrenzung der Amtszeiten von Kongressmitgliedern trockenlegen. Alle "verfassungswidrigen" Verordnungen von Präsident Barack Obama und dessen Gesundheitsreform sollten ebenso rückgängig gemacht werden wie eine Reihe von Umweltauflagen und anderen Regulierungen.

Erneute Attacken gegen Clinton

Trumps Auftritt in Gettysburg sollte symbolträchtig sein. Dort hatte Präsident Abraham Lincoln 1863 bei der Einweihung eines Friedhofes für im Bürgerkrieg gefallene Soldaten zur Einheit aufgerufen und Freiheit und Gleichheit beschworen. Wie damals sei das Land auch heute gespalten, sagte Trump. Er wolle die Spaltung "heilen". Dann verbrachte Trump aber die ersten 15 Minuten der Rede mit massiven Attacken gegen seine Kritiker und die Medien.

Clinton trete nicht gegen ihn an, sondern "gegen Wandel, alle amerikanischen Bürger und alle Wähler", behauptete Trump. Sie repräsentiere ein System, das manipuliert und kaputt sei - was sich schon darin zeige, dass sie trotz zahlreicher "Gesetzesbrüche" überhaupt kandidieren dürfe.

Aufholjagd will nicht gelingen

Dennoch fällt Trump in Umfragen weiter hinter seiner Konkurrentin zurück. Clinton baute einer Umfrage zufolge ihren Vorsprung auf zwölf Prozentpunkte aus. Der Sender ABC News präsentierte das Ergebnis am Sonntag.

50 Prozent der Befragten wollen demnach für Clinton stimmen, während sich 38 Prozent für Trump als nächsten US-Präsidenten aussprachen. Das ist die höchste Zustimmungsrate für Clinton seit Beginn des Wahlkampfs und gleichzeitig der schlechteste Wert für den Immobilienmogul.

Bei den weißen US-Bürgern lag Trump mit 47 zu 44 Prozent knapp vor Clinton, die wiederum bei Frauen deutlich besser abschnitt (55 Prozent) und 20 Prozentpunkte vor dem Republikaner lag. Erstmals in einer ABC-Umfrage war die frühere First Lady auch bei männlichen Teilnehmern beliebter als Trump (44 zu 41 Prozent).

Clintons Sieg praktisch sicher

Die "New York Times" gibt die Wahrscheinlichkeit, dass Clinton die Wahl gewinnt, derzeit mit 93 Prozent an. Dass Trump der nächste Präsident wird, ist der Zeitung zufolge nur zu sieben Prozent wahrscheinlich. Zwar könne Clinton theoretisch noch verlieren, doch sei dies ungefähr so unwahrscheinlich, als wenn ein Profi-Football-Spieler auf 30 Yards (knapp 27 Meter) das Tor verfehlen würde. Das Football-Tor sieht aus wie ein riesiges, viereckiges U auf einem Pfosten - und es gibt keinen Torwart.

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