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US-Wahlen: Republikaner rechnen mit Niederlage von Donald Trump

Die Hoffnung schwindet  

Republikaner rechnen mit einer Niederlage Trumps

27.10.2016, 12:05 Uhr | rtr, AP, AFP

US-Wahlen: Republikaner rechnen mit Niederlage von Donald Trump. Trump verlässt die Bühne nach einem Wahlkampfauftritt in Colorado Springs. (Quelle: Reuters)

Trump verlässt die Bühne nach einem Wahlkampfauftritt in Colorado Springs. (Quelle: Reuters)

Die Hoffnung der US-Republikaner auf einen Sieg ihres Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl am 8. November schwindet. Die Mehrheit der Konservativen geht von einer Niederlage Donald Trumps aus, wie eine Umfrage zeigt.

41 Prozent der Parteianhänger rechnen laut Reuters/Ipsos-Erhebung mit einem Sieg der Demokratin Hillary Clinton. An Trump glauben 40 Prozent.

Im Vormonat hatten noch 58 Prozent der Republikaner den Geschäftsmann als Sieger gesehen und 28 Prozent die Ex-Außenministerin. Auch unter Trumps erklärten Anhängern gehen nur noch 49 Prozent von seinem Einzug ins Weiße Haus aus nach zuvor 67 Prozent. Die Zweifel an einem Sieg des Republikaners haben nach der Veröffentlichung einer Videoaufnahme aus dem Jahr 2005 zugenommen, in dem er auf vulgäre Art über Frauen spricht.

Die jüngsten Wahlumfragen bestätigen diesen Trend: In einer Erhebung der Nachrichtenagentur AP und des Meinungsforschungsinstituts GfK liegt Clinton landesweit mit 51 Prozent Zustimmung vor Trump, der auf 37 Prozent kommt. Die meisten anderen landesweiten Erhebungen sehen Clinton ebenfalls weit vor dem Milliardär, wenn auch mit geringerem Abstand.

Die Wahl findet am 8. November statt. Viele Amerikaner geben jedoch ihre Stimme schon Wochen früher ab.

"Der Senat ist weg"

Auch unter hochrangigen republikanischen Kongressmitgliedern hat sich längst Pessimismus breit gemacht. Sie erwarten den Verlust der Mehrheit im Senat. "Die Dinge laufen nicht gut", sagte einer der Insider. "Der Senat ist weg." Er nannte sechs Bundesstaaten, in denen die Partei eigenen Umfragen zufolge einen Sitz werde wohl abgeben müssen.

Der Senat ist von besonderer Bedeutung, weil er die vom Präsidenten nominierten Kandidaten für hohe Staatsämter bestätigt. Dazu zählen die auf Lebenszeit berufenen Richter des Supreme Court. Dort ist gegenwärtig bereits einer der neun Sitze unbesetzt.

Mitarbeiter der Demokraten sagten ebenfalls einen schweren Rückschlag für die Republikaner im Senat voraus. Diese haben dort gegenwärtig 54 der 100 Sitze inne. Am 8. November wird ein Drittel der Abgeordneten dort für sechs Jahre neu gewählt. Sollte Hillary Clinton neue Präsidentin werden, müssten ihre Demokraten nur vier Sitze erobern, da der neue Vizepräsident Tim Kaine bei Patt-Situationen auch eine Stimme erhalten würde.

Die Statistik-Seite FiveThirtyEight errechnete zuletzt für eine demokratische Mehrheit im Senat eine Wahrscheinlichkeit von knapp 66 Prozent. Die Republikaner dürften dagegen die Kontrolle über die zweite Kongresskammer, das Repräsentantenhaus, behalten.

Experten gehen davon aus, dass der nächste Präsident insgesamt bis zu vier neue Richter berufen könnte. Sollte Clinton ins Weiße Haus einziehen und die Demokraten den Senat übernehmen, könnten sie dem politisch einflussreichen Gericht auf Jahre hinaus ihrem Stempel aufdrücken.

Trump will tief in die eigene Tasche greifen

Trotz der schlechten Vorzeichen hat sich Trump selbst noch nicht aufgegeben. Im Endspurt des Wahlkampfs will der Präsidentschaftskandidat noch einmal tief in die eigene Tasche greifen. Bis zum Wahltag werde er insgesamt 100 Millionen Dollar aus seinem eigenen Vermögen für den Wahlkampf ausgegeben haben. "Und ich bin bereit, noch sehr viel mehr auszugeben", sagte der rechtspopulistische Immobilienmogul dem Sender CNN. "Wir werden einen enormen Sieg einfahren", zeigte er sich zuversichtlich.

Welche Summe genau er bis zum Wahltag noch ausgeben will, ließ Trump in dem Interview offen. US-Medien schätzten, dass er noch eine höhere zweistellige Millionensumme aufbringen müsse, um auf die Gesamtsumme von 100 Millionen Dollar zu kommen.

Trotz des erheblichen Privatvermögens von Trump hat seine Gegenkandidatin Hillary Clinton im Wahlkampf einen finanziellen Vorteil, weil ihre Spendeneinnahmen deutlich höher sind als die des Republikaners. Dieser Vorteil zeigt sich unter anderem darin, dass Clinton deutlich mehr Wahlkampfspots im Fernsehen schaltet.

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