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Chefstratege von Donald Trump: "Dann regieren wir 50 Jahre lang"

Trumps Chefstratege Bannon  

"Dann regieren wir 50 Jahre lang"

19.11.2016, 16:30 Uhr | AFP, t-online.de

Chefstratege von Donald Trump: "Dann regieren wir 50 Jahre lang". Wahlkampfmanager und künftiger Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon. (Quelle: Reuters)

Wahlkampfmanager und künftiger Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon. (Quelle: Reuters)

Stephen Bannon hatte als Trumps Wahlkampfchef großen Anteil an dessen Erfolg. Jetzt gab der ultrarechte künftige Chefstratege des Weißen Hauses in einem Interview seinen Plan bekannt. "Wenn wir erfolgreich sind, bekommen wir 60 Prozent der weißen Wähler und 40 Prozent der Schwarzen und Latinos, und dann regieren wir 50 Jahre lang", zitiert die "FAZ" die Zeitschrift "Hollywood Reporter".

Wenn es um die künftige Politik der USA geht, hält sich Bannon gern an die Strategie der Bösen im Kult-Epos "Krieg der Sterne": "Finsternis ist gut", sagte der ultrarechte Wahlkampfmanager der Zeitschrift "Hollywood Reporter". "Dick Cheney. Darth Vader. Satan. Das ist Macht", fügte er hinzu.

"Ich bin ein Nationalist"

Der wegen seiner Nähe zum Ku-Klux-Klan, weißen Nationalisten und Antisemiten umstrittene frühere Leiter der erzkonservativen Website "Breitbart News" bestritt in dem Interview, rassistisch zu sein. Sein Ziel sei es vielmehr, die Arbeiterklasse in den USA in einer sich rasch wandelnden Welt wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken, sagte der 62-Jährige: "Ich bin kein weißer Nationalist, ich bin ein Nationalist. Ich bin ein Wirtschaftsnationalist."

Bannon warf den Anhängern der Globalisierung vor, die Arbeiterklasse in den USA zugunsten einer neuen Mittelklasse in Asien zerstört zu haben. Ziel seiner Anti-Establishment-Bewegung sei es deshalb in erster Linie, Jobs zu schaffen. "Das alles hat mit Arbeitsplätzen zu tun. Ich bin der Typ, der auf einen billionenschweren Infrastrukturplan dringt", sagte er in dem Interview in Manhattans Trump Tower.

"Wie in den 1930er Jahren"

"Das wird so aufregend wie in den 1930er Jahren, größer als Ronald Reagans Revolution - Konservative und Populisten in einer nationalistischen Wirtschaftsbewegung" vereint, fügte er hinzu.

Bannon stammt zwar aus einer Arbeiterfamilie, wurde aber selbst rasch zu einem Vertreter des Establishment, gegen das er gerne ins Feld zieht. Unter anderem studierte er an der Harvard Business School und begann seine Karriere als Investmentbanker bei Goldman Sachs. Später wurde er Produzent in Hollywood, bevor er die Leitung von "Breitbart News" übernahm. Derzeit lässt er seine Arbeit für die Website ruhen.

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