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Tillersons Russland-Connection wirft immer mehr Fragen auf

Trumps Außenminister  

Tillersons Russland-Connection wirft immer mehr Fragen auf

19.12.2016, 14:15 Uhr | t-online.de

Tillersons Russland-Connection wirft immer mehr Fragen auf. Russlands Präsident Wladimir Putin (M.) und der künftige US-Außenminister Rex Tillerson (re.) zusammen mit Rosneft-Boss Igor Setschin bei einem Treffen in Russland Mitte 2015. (Quelle: imago images/Itar-Tass)

Russlands Präsident Wladimir Putin (M.) und der künftige US-Außenminister Rex Tillerson (re.) zusammen mit Rosneft-Boss Igor Setschin bei einem Treffen in Russland Mitte 2015. (Quelle: Itar-Tass/imago images)

Nach dem Willen Donald Trumps soll Rex Tillerson, Chef des Energieriesen Exxon Mobile, der nächste Außenminister der USA werden. Doch Kritiker vermuten bei ihm eine zu große Nähe zu Russland. Und genau dieser Vorwurf erhält nun neue Nahrung.

Dass Tillerson enge Verbindungen zu Russland pflegt und über persönliche Bande zu Wladimir Putin verfügt, ist hinlänglich bekannt. 2013 verlieh Russlands Präsident Trumps designiertem Chefdiplomaten sogar den Orden der Freundschaft. Auch nach Einschätzung des Think Tanks CSIS, in dessen Vorstand Tillerson sitzt, hat er vermutlich mehr persönlichen Austausch mit Putin als jeder andere Amerikaner - und hält ausdrücklich nichts von Sanktionen gegen Moskau.

Auch mit Rosneft-Chef verbandelt

Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) offenbaren nun im Detail, um welche Russland-Connections es sich dabei beispielsweise handelt. Aus Dokumenten, die dem Blatt zugespielt wurden und die als "Bahamas Leaks" bekannt wurden, gehe hervor, dass Tillerson zumindest bis Mai 2001 Geschäftsführer der Tochter Exxon Neftegas Limited des Ölriesen war. Die Gesellschaft mit Sitz auf den steuerparadiesischen Bahamas sei eigens für Geschäfte mit Russland gegründet worden. 

Die Firma betreibt an der russischen Ostküste das Öl- und Gas-Projekt "Sakhalin-1" und hat auf sowie vor der Insel Sachalin diverse Ölfelder und Gasquellen erschlossen. Nach Einschätzung der "SZ" dürfte Tillersons bislang unbekannte Rolle als früherer Exxon-Neftegas-Chef die Spekulationen in den USA um seine Interessenskonflikte zusätzlich befeuern. Denn auch der staatliche russische Ölkonzern Rosneft ist laut den Recherchen des Blattes an Exxon Neftegas beteiligt.

Millionenschweres Aktien-Paket könnte sich auzszahlen

Als Antwort der USA und der EU auf die russische Annexion der Krim wurde Rosneft mit Sanktionen belegt. Auch der einflussreiche Rosneft-Chef Igor Setschin, der nicht nur Geschäftspartner, sondern auch ein Freud Tillersons sein soll, wurde von der US-Regierung unter Barack Obama sanktioniert. 

Kenner der US-Politik spekulieren bereits darauf, dass die neue Trump-Regierung die Sanktionen gegen Russland aufheben könnte. Dadurch würde der Weg für weitere Exxon-Neftegas-Erkundungen und -Ölförderungen frei. Aber nicht nur dem Aktienkurs des Ölmultis dürfte dies ordentlich auf die Sprünge verhelfen, sondern auch dem Vermögen Tillersons. Denn laut Angaben des Unternehmens hält er Anteile an Exxon Mobile im Wert von nicht weniger als 218 Millionen Dollar.

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