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Donald Trump: Seine Söhne bieten Treffen mit Papa für eine Million Dollar

Trump-Söhne machen Kasse  

Treffen mit Papa für nur eine Million Dollar

21.12.2016, 13:43 Uhr | AFP, t-online.de

Donald Trump: Seine Söhne bieten Treffen mit Papa für eine Million Dollar. Milliarden-Imperium: eines von Trumps Hotels in der US-Hauptstadt Washington. (Quelle: AP/dpa)

Milliarden-Imperium: eines von Trumps Hotels in der US-Hauptstadt Washington. (Quelle: AP/dpa)

Kontakt zu den Mächtigen dank einer vollen Brieftasche? Das klingt für viele nicht sehr demokratisch. Zwei Söhne von Donald Trump sollen genau das anbieten. 

Laut einer Nichtregierungsorganisation sind sie an einer Stiftung beteiligt, die gegen großzügige Spenden Kontakte zu ihrem Vater vermittelt. Das renommierte Institut Center for Public Integrity (CPI) erklärte, die Stiftung sei erst vergangene Woche im Bundesstaat Texas gegründet worden, um diskret Treffen mit dem künftigen US-Präsident gegen Spenden von bis zu einer Million Dollar (962.000 Euro) zu vermitteln.

Mit einer ähnlichen Aktion hatte die SPD laut dem ZDF-Magazin "Frontal21" vor einigen Jahren Geld gesammelt. Allerdings ging es dabei um vergleichsweise winzige Summen von 3000 bis 7000 Euro. 

Mehrtägiger "Jagd- und/oder Angelausflug" 

Das CPI veröffentlichte ein offizielles Dokument, wonach Donald Trump Junior, Eric Trump sowie der texanische Investor Gentry Beach und der Milliardärssohn Tom Hicks Junior die Opening Day Foundation leiten. Die Stiftung plane für den 21. Januar, den Tag nach Trumps Amtseinsetzung, eine Spendenveranstaltung, erklärte das CPI. Diese soll am Abend in einem Konferenzzentrum in der US-Hauptstadt Washington stattfinden.

Gegen eine Spende für nicht näher erläuterte wohltätige Zwecke soll es laut CPI einen "privaten Empfang und eine Foto-Gelegenheit für 16 Gäste mit Präsident Donald J. Trump" geben. Auch ein mehrtägiger "Jagd- und/oder Angelausflug für vier Gäste mit Donald Trump Jr. und/oder Eric Trump" sowie andere Dinge gehören den Angaben zufolge zum Angebot.

Das CPI hob hervor, dass derartige Stiftungen anders als politische Organisationen ihre Spender nicht offenlegen müssten. Dies erlaube es "Sponsoren, siebenstellige Schecks auszustellen für den Zugang zum Präsidenten und dabei anonym zu bleiben, wenn sie das wünschen", kritisierte das Institut.

Ein Weg, Einfluss zu erkaufen 

Donald Trump und seine Familie nutzten eine "völlig neue Organisation, um eine Million Dollar einzusammeln für das angebliche Ziel, Geld an Schutz-Wohltätigkeitsorganisationen zu geben, was im Grunde nur ein Weg zu sein scheint, Einfluss und die Fähigkeit, den Präsidenten zu treffen, zu verkaufen", zitierte der CPI-Bericht Larry Noble von der Organisation Campaign Legal Center, die sich für strenge Regeln für die Wahlkampffinanzierung einsetzt.

Die Promi-Website TMZ.com zitierte aus einer Broschüre für die Veranstaltung am 21. Januar. "Opening Day ist ihre Gelegenheit, eine bedeutende Rolle zu spielen, wenn unsere Familie die Amtseinsetzung unseres Vaters, Freundes und Präsidenten Donald J. Trump feiert", heißt es demnach in dem Prospekt.

"Lediglich erste Konzepte" 

Trumps Übergangsteam wies in einer Erklärung die Behauptung zurück, seine Söhne steckten hinter der Veranstaltung. Donald Trump Jr. und Eric Trump unterstützten zwar wohltätige Zwecke, seien aber dennoch "in keiner Weise involviert", erklärte Sprecherin Hope Hicks am Dienstag.

Was über den Opening Day und Details der Veranstaltung berichtet werde, seien "lediglich erste Konzepte, die nicht von der Familie Trump gebilligt oder betrieben wurden", versicherte die Sprecherin von Trumps Übergangsteam. 

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