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Biden triumphiert, Sanders bricht ein Versprechen

Von Fabian Reinbold

Aktualisiert am 11.03.2020Lesedauer: 3 Min.
Joe Biden mit Ehefrau Jill: "Gemeinsam werden wir Donald Trump besiegen."
Joe Biden mit Ehefrau Jill: "Gemeinsam werden wir Donald Trump besiegen." (Quelle: Brendan McDermid/Reuters-bilder)
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Joe Biden feiert beim kleinen "Super Tuesday" den n├Ąchsten Triumph. Er besiegt Konkurrent Bernie Sanders deutlich. Dem bleibt nur noch eine letzte Chance.

Eine Woche nach dem ├╝berraschenden Triumph am "Super Tuesday" hat Joe Biden einen weiteren gro├čen Sieg gefeiert. Beim sogenannten "Mini Super Tuesday", an dem sechs US-Bundesstaaten ├╝ber den Pr├Ąsidentschaftskandidaten der Demokraten abstimmten, enteilte er seinem letzten verbliebenen Konkurrenten Bernie Sanders.

Joe Biden ist nun der haushohe Favorit daf├╝r, im November als Gegner von US-Pr├Ąsident Donald Trump anzutreten.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Wahlabends in den USA

Bidens Triumph: Der fr├╝here Vizepr├Ąsident gewann die Staaten Michigan, Mississippi und Missouri so deutlich, dass seine Siege schon rasch nach Schlie├čung der Wahllokale verk├╝ndet wurden. In Mississippi holt er 80 Prozent der Stimmen, auch in Idaho entschied er das Rennen f├╝r sich. Auf seine W├Ąhlerkoalition, die ihm bereits die Siege am "Super Tuesday" beschert hatte, war Verlass: Er gewann die Stimmen der Afroamerikaner, der ├älteren und der moderaten W├Ąhler in den Vorst├Ądten. Und in Michigan siegte er ÔÇô ganz wichtig f├╝r die sp├Ątere Hauptwahl ÔÇô bei den wei├čen Arbeitern.

Auch wenn Biden einen Wahlkampf mit Schw├Ąchen und Patzern hingelegt hat: Ein gro├čer Teil der Demokraten hat sich binnen anderthalb Wochen hinter ihm versammelt. Das Wichtigste ist vielen, das belegen wieder einmal W├Ąhlerbefragungen des Wahlabends, einen Kandidaten zu haben, der Donald Trump schlagen kann. Dieser Kandidat ist nun Joe Biden.

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Das wichtigste Signal: Biden gewann mit Michigan den Hauptpreis des Wahlabends. Es ging dabei um weit mehr als 125 Delegiertenstimmen. Bidens Sieg war ein nicht zu ├╝berh├Ârendes Signal: Denn Michigan ist ein Staat, den die Demokraten zur├╝ckgewinnen m├╝ssen, wenn sie Trump im November schlagen wollen. Im Rust-Belt-Staat lag Trump 2016 knapp, aber f├╝r seinen Wahlsieg entscheidend vorn. Kann Biden die W├Ąhler gewinnen, die Trump den Sieg bescherten?

Am Wahlabend sah es so aus: Biden gewann auch bei wei├čen Arbeitern eine Mehrheit, die 2016 gegen Hillary Clinton erst f├╝r Bernie Sanders und im November schlie├člich f├╝r Donald Trump gestimmt hatte. Das kann den Demokraten kr├Ąftig Mut machen f├╝r die Wahl im November.

SandersÔÇÖ gebrochenes Versprechen: In Michigan, wo Sanders in den Tagen vor der Wahl frenetisch Wahlkampf gemacht hatte, zeigte sich seine gro├če Schw├Ąche. 2016 hatte der Au├čenseiter hier noch einen ├ťberraschungssieg gegen Clinton gelandet, doch nun kamen ihm hier gar wichtige Stimmen der wei├čen Arbeiterschicht abhanden. Sanders f├╝hrte seinen Wahlkampf mit dem Versprechen, er werde so viele Nichtw├Ąhler wie noch nie mobilisieren. Das l├Âste er nicht ein. 2016 konnte er zwar hervorragend gegen eine in Teilen der Basis verhasste Hillary Clinton mobilisieren ÔÇô aber das gelingt ihm 2020 gegen Biden nicht mehr.

Sanders, der Sieger der ersten beiden Vorwahlen, wirkt nun so gut wie geschlagen. Seine Positionen wie die Einf├╝hrung einer staatlichen Krankenversicherung haben viele Anh├Ąnger begeistert. Doch als Kandidat, der Trump schlagen kann, hat er nicht gen├╝gend W├Ąhler ├╝berzeugt. Am Wahlabend schwieg der Senator ÔÇô es gibt bereits Druck auf ihn, aus dem Rennen zu scheiden.

Wie es jetzt weitergeht: Rechnerisch ist im Rennen noch alles m├Âglich ÔÇô es wird noch mehr als die H├Ąlfte der Delegiertenstimmen vergeben, die letztlich ├╝ber die Nominierung entscheiden. Am kommenden Dienstag stimmen vier weitere Bundesstaaten ab, in denen es gut f├╝r Biden aussieht: das Rentnerparadies Florida ebenso wie Illinois und Ohio, die dem benachbarten Michigan nacheifern k├Ânnten, das er am Abend so klar gewann.

F├╝r den Sonntagabend ist das erste TV-Duell zwischen den beiden Kandidaten angesetzt. Das ist die beste ÔÇô und wohl schon die letzte ÔÇô Chance f├╝r Bernie Sanders, den Siegeszug Bidens noch zu stoppen. Wenn es ├╝berhaupt noch zu der Debatte kommt. Das Coronavirus bremst nun auch den US-Wahlkampf.

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Unter den Beobachtern in Washington gibt es kaum noch Zweifel, dass Biden der Kandidat wird. Er hat gro├če Teile der W├Ąhlerbasis hinter sich geschart. Der Wahlsieger vom Dienstag muss sich nun bem├╝hen, die leidenschaftlichen Anh├Ąnger von Sanders, insbesondere die jungen Linken und die Latinos, ebenfalls f├╝r sich zu gewinnen. Das ist keine leichte Aufgabe. In seiner Rede am Wahlabend streckte Biden ihnen demonstrativ die Hand aus: "Wir haben dasselbe Ziel", sagte er. "Gemeinsam werden wir Donald Trump besiegen."

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