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Wählergunst: Guttenberg beliebter als Steinmeier

Neue Wahlumfrage  

Guttenberg überholt Steinmeier

03.07.2009, 12:21 Uhr | AFP, dpa

Frank-Walter Steinmeier kommt als SPD-Kandidat beim Wähler immer schlechter an (Foto: imago)Frank-Walter Steinmeier kommt als SPD-Kandidat beim Wähler immer schlechter an (Foto: imago)

Die Chancen von SPD-Kandidat Frank Walter Steinmeier, neuer Kanzler zu werden, sinken zusehends. Der aktuelle Außenminister rutscht in der Wählergunst immer weiter ab. In der Beliebtheitsskala des ARD-Deutschlandtrends fiel der SPD-Frontmann auf Platz drei zurück - hinter Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Knapp drei Monate vor der Bundestagswahl führt Kanzlerin Angela Merkel weiterhin die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Mit ihrer Arbeit sind 71 Prozent der Deutschen zufrieden - das sind drei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Außenminister Steinmeier verliert hingegen weiter an Zustimmung. Er büßt acht Punkte gegenüber dem Vormonat ein und liegt mit einer Zustimmung von 55 Prozent auf dem dritten Platz. Damit tauscht er die Plätze mit Wirtschaftsminister Guttenberg, der unverändert auf 61 Prozent Zustimmung kommt und den zweiten Platz belegt.

Koalitionsparteien verlieren an Zustimmung

In der Parteienumfrage verlieren sowohl Sozialdemokraten als auch Union an Zustimmung. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, verlöre die SPD gegenüber dem Vormonat zwei Punkte und käme auf 23 Prozent. Die Union verlöre einen Punkt und erreichte 35 Prozent der Stimmen.

Merkels Steuerversprechen unglaubwürdig

Mehr als drei Viertel - nämlich 78 Prozent - der Befragten halten das Versprechen von Kanzlerin Merkel, die Steuern nicht zu erhöhen, für unglaubwürdig. Noch 57 Prozent (minus drei) würden sie direkt zur Kanzlerin wählen. SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier kam im Direktvergleich unverändert auf 27 Prozent.

Union soll nächste Regierung führen

Dennoch sind 48 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass die nächste Bundesregierung wieder von der Union geführt werden sollte (konstant im Vergleich zum Vormonat). Nur 28 Prozent finden, die nächste Bundesregierung sollte von der SPD geführt werden. Dies sind neun Punkte weniger im Vergleich zu Anfang Juni.

Kleinere Parteien legen zu

Von den verschlechterten Umfragewerten der Koalitionsparteien profitierten die kleineren Parteien - allen voran die Liberalen. Die FDP gewann einen Punkt hinzu und erreichte 15 Prozent. Die Linke legte ebenfalls um einen Punkt zu und kam auf zehn Prozent. Die Grünen erreichten unverändert 13 Prozent. Union und FDP hätten damit zusammen weiterhin eine rechnerische Mehrheit von 50 Prozent.

Einsatz in Afghanistan: Unpopulärer denn je

Beim Thema Steuern zeigten sich die Wähler gespalten. 50 Prozent halten Steuererhöhungen in der nächsten Legislaturperiode generell für nötig, 44 Prozent nicht. 56 Prozent finden die Steuersätze in Deutschland eher zu hoch, 34 Prozent finden sie angemessen. Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan ist der Umfrage zufolge unpopulärer denn je. 69 Prozent (plus fünf) sagten, die Soldaten sollten so schnell wie möglich abgezogen werden. 58 Prozent sind der Meinung, dass die Bundeswehr am Hindukusch im Krieg ist.

Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.


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