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MDR zieht Interview mit Merkel zurück

Bundestagswahl  

MDR zieht Interview mit Merkel zurück

27.08.2009, 23:58 Uhr | dpa

Kanzlerin Angela Merkel darf kurz vor den Landtagswahlen nicht im MDR sprechen (Foto: ddp)

Nach massiver Kritik der Linken zieht der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ein für Donnerstagabend geplantes TV-Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zurück. Gleiches gilt für ein Gespräch mit SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier am 10. September. Das entschied Intendant Udo Reiter.

Die Terminwahl seines Senders sei unglücklich gewesen. So wäre das Interview mit Merkel drei Tage vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen gesendet worden. Eine einseitige Beeinflussung der Wahlkämpfe in beiden MDR-Ländern wäre so nicht auszuschließen gewesen. "Um den Grundsatz der Chancengleichheit nicht zu gefährden, verzichtet der MDR auf die Interviews", hieß es.


Kritik von der Linkspartei

Die Linke hatte am Mittwoch gegen die geplante Ausstrahlung des Interviews protestiert. Sie warf dem MDR vor, die Wahlen in Sachsen und Thüringen beeinflussen zu wollen. Merkel sollte sich in dem kurzfristig angesetzten Interview zur Frage "Wie weiter im Osten?" äußern. "Kein anderer Sender präsentiert so kurz vor den Landtagswahlen einen Spitzenpolitiker einer Partei exklusiv im Interview", schrieben die Fraktionschef der Linken in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, André Hahn, Wulf Gallert und Dieter Hausold.

CDU ist befremdet

Damit verstoße der MDR gegen Paragraf 8 des MDR-Staatsvertrages, wonach das Gesamtprogramm "nicht einseitig einer Partei oder Gruppe" dienen dürfe. Auch die SPD in Thüringen hatte kritisch reagiert. Die CDU kritisierte hingegen die Entscheidung. "Wir haben das mit Befremden zur Kenntnis genommen", sagte ein Parteisprecher. "Für diese überstürzte Absage fehlt es an jeglichem Verständnis." Die Einladung sei vom MDR ausgegangen. Der Termin sei seit längerem vereinbart gewesen.


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