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Bundestagswahl 2013: Peer Steinbrück lästert über Zweitstimmenkampagne

Der Zweitstimmen-Zwist  

Streit um Zweitstimmenkampagne freut Steinbrück

19.09.2013, 18:25 Uhr | t-online.de, dpa

Bundestagswahl 2013: Peer Steinbrück lästert über Zweitstimmenkampagne . Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD (Quelle: Reuters)

Nutzt jede Chance, um doch noch zu gewinnen: Peer Steinbrück (Quelle: Reuters)

Des einen Leid, ist des andern Freud: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die Eilkampagne der Kanzlerin gegen den Zweitstimmenvorstoß der FDP mit Häme aufgenommen.

Die neue Postwurfsendung der CDU, die Unionsanhänger dazu aufruft beide Stimmen der Union zu geben, anstatt per Stimmensplitting auch der FDP wieder in den Bundestag zu verhelfen, sieht er als Beleg für "die Zerrissenheit" der schwarz-gelben Koalition.

Diese Zerrissenheit sei auch bei vielen Sachthemen deutlich, sagte Steinbrück dem Sender N24. "Diese Koalition war nicht in der Lage sich zu einigen bei Rente, auch nicht bei Pflege, auch nicht bei Datenschutz", warf der SPD-Kanzlerkandidat Union und FDP vor.

Schreckensbeispiel Niedersachsen

Die am Donnerstag vorgestellte Postwurfsendung zum Wahlkampf-Endspurt wird in einer Auflage von 5,3 Millionen Euro bundesweit an Haushalte verteilt. In dem Schreiben wirbt Merkel auch noch einmal für ihre Politik.

Die Liberalen werben kurz vor dem 22. September offensiv um die Zweitstimmen potentieller Unionswähler, um so die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Die CDU-Vorsitzende und andere christdemokratische Spitzenpolitiker halten seit Tagen dagegen - aus Sorge, das eigene Ergebnis könnte massiv nach unten gedrückt werden. Am vergangenen Sonntag hatten die bayerischen Wähler die FDP mit nur drei Prozent der Stimmen aus dem Landtag gewählt.

Merkel befürchtet einen knappen Ausgang der Bundestagswahl am Sonntag. Jede Stimme zähle, sagte die CDU-Bundesvorsitzende bei einem Wahlkampfauftritt am Mittwochabend in Schwerin vor mehreren hundert Anhängern. Die FDP habe ihre Anhänger, und die CDU habe ihre Anhänger, sagte Merkel.

Die Unionspolitiker sprechen aus leidvoller Erfahrung: Im Januar war das schwarz-gelbe Regierungsbündnis in Hannover Rot-Grün mit gerade einmal 0,4 Prozentpunkten unterlegen. Zuvor hatte die FDP mit Duldung der CDU um deren Wähler geworben. Zu erfolgreich: Die Liberalen erreichten dabei 9,9 Prozent - die CDU verlor die Macht.

AfD könnte in den Bundestag einziehen

Einer heute veröffentlichten Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der "Bild" zufolge käme die FDP mit rund sechs Prozent wieder in den Bundestag. Die Union sehen die Meinungsforscher unverändert bei 38 Prozent. Schwarz-Gelb hätte demnach mit 44 Prozent keine Mehrheit.

Die SPD steht demnach mit einem Plus von einem Punkt bei 28 Prozent. Die Grünen verlieren im Vergleich zur Vorwoche drei Punkte und kommen nur noch auf acht Prozent. Die Linke steigt um einen Punkt auf neun Prozent.

Wirklich Neues gibt es für die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD): Sie kann auf den Einzug in den Bundestag hoffen. Die AfD gewinnt einen Punkt hinzu und kommt beim Institut Insa erstmals seit April wieder auf fünf Prozent. Eine Auflistung aller Sonntagsfragen zur Wahl sehen sie hier.

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