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Islamismus in Deutschland: Viele Muslime laut Studie des Innenministeriums gewaltbereit

Studie  

Viele Muslime in Deutschland sind gewaltbereit

20.12.2007, 08:28 Uhr | AFP

Nach einer neuen Studie neigen viele junge Muslime zur Gewalt (Quelle: ddp) Zahlreiche in Deutschland lebende Muslime sind laut einer von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Auftrag gegebenen Studie zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit. Das treffe auf jeden vierten jungen Islam-Gläubigen im Land zu, schreibt die "Frankfurter Rundschau" und beruft sich auf die ihr vorliegende Erhebung der Uni Hamburg. Die Religion hat demnach innerhalb der muslimischen Bevölkerung eine sehr große Bedeutung und wird gerade bei jungen Leuten immer wichtiger.

Studie zum Download Muslime in Deutschland
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Problematische Distanz zur Demokratie
40 Prozent der Muslime ordnet die Studie als fundamental orientiert ein, mit klaren religiösen Orientierungsmustern und Moralvorstellungen. Eine kleine Gruppe von sechs Prozent werde als "gewaltaffin" eingestuft. Immerhin 14 Prozent der Befragten, von denen knapp 40 Prozent einen deutschen Pass haben, stünden mit der Rechtsstaatlichkeit auf Kriegsfuß und zeigten eine problematische Distanz zur Demokratie, heißt es in dem Bericht.

Kritik an westlichen Gesellschaften
Laut der Studie der Sozialforscher Peter Wetzel und Katrin Brettfeld identifizieren sich zwölf Prozent der Muslime in Deutschland mit einer stark religiös-moralischen Kritik an westlichen Gesellschaften, kombiniert mit der Befürwortung von Körperstrafen bis hin zur Todesstrafe. Schäuble sehe darin ein "ernstzunehmendes islamistisches Radikalisierungspotenzial", zitiert die Zeitung.

Anthropologe: Migranten werden ausgegrenzt
Der Kultur- und Sozialanthropologe Werner Schiffauer sagte dem Blatt, die Hamburger Studie komme auch zu dem Schluss, dass demokratiefeindliche Einstellungen bei nicht-muslimischen Deutschen etwa ebenso häufig anzutreffen seien. Daher könne nicht gesagt werden, dass der Islam Demokratiefeindlichkeit stärker fördere. Schiffauer, der nicht an der Studie mitwirkte, führte die Islamisierung muslimischer Migranten auch auf ihre Ausgrenzung zurück: "Jugendliche etwa, die in der dritten Generation in Deutschland leben, werden als Ausländer wahrgenommen. Ihre zentrale Erfahrung ist, dass sie sich als Deutsche fühlen und trotzdem ausgegrenzt werden. Dann suchen sie nach Antworten, woher diese Diskriminierung kommt." Eine Antwort könne die ethnische Zugehörigkeit sein, eine andere biete der Islam.

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