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Fast jeder fünfte hat ausländische Wurzeln

Zuwanderung nach Deutschland  

Fast jeder fünfte hat ausländische Wurzeln

10.02.2010, 02:10 Uhr | von Anne-Katrin Einfeldt, dpa , dpa

Fast jeder Fünfte hat einen Migrationshintergrund (Quelle: t-online.de)Fast jeder Fünfte hat einen Migrationshintergrund (Quelle: t-online.de) In Deutschland ist der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln weiter gestiegen. Im Jahr 2008 hatten 15,6 Millionen der 82,1 Millionen Einwohner einen ausländischen Hintergrund. Damit seien 19 Prozent der Bevölkerung seit 1950 nach Deutschland zugewandert oder Nachkommen von Zugewanderten, teilte das Statistische Bundesamt mit.

2007 hatte der Anteil der Mitbürger mit ausländischen Wurzeln noch bei 18,7 Prozent gelegen. Für den Anstieg gebe es zwei Gründe, so das Statistische Bundesamt: So sei die Bevölkerung mit Migrationshintergrund gegenüber 2007 durch Zuzug und Geburten um 155.000 angewachsen. Gleichzeitig sei die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund um 277.000 auf 66,6 Millionen zurückgegangen.

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Zahl der Ausländer sinkt

Von der Bevölkerung mit Migrationshintergrund waren 2008 etwa 7,3 Millionen Ausländerinnen und Ausländer (8,9% der Bevölkerung). Bei 8,3 Millionen handelt es sich um Deutsche mit Migrationshintergrund (10,1% der Bevölkerung). Gegenüber 2007 ging damit die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer um 10.000 zurück, die der Deutschen mit Migrationshintergrund nahm um 166.000 zu.

Zwei Drittel wanderte selbst ein

Mit 10,6 Millionen stellen die seit 1950 Zugewanderten - also Menschen mit eigener Migrationserfahrung - wie im Vorjahr zwei Drittel aller Personen mit Migrationshintergrund; unter ihnen sind 5,6 Millionen Ausländerinnen und Ausländer und fünf Millionen Deutsche. 3,1 Millionen dieser fünf Millionen Deutschen sind (Spät-)Aussiedler oder Ehepartner und Kinder von (Spät-)Aussiedlern.

Mehr Nachkommen von Einwanderern

Von der in Deutschland geborenen Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind 1,7 Millionen Ausländerinnen und Ausländer und 3,3 Millionen Deutsche. Die Zahl der Deutschen mit Migrationshintergrund hat sich gegenüber dem Vorjahr um 94.000 erhöht, die der Ausländerinnen und Ausländer ist annähernd konstant geblieben. Der Großteil der Zuwanderer hat seine Wurzeln in Europa, gefolgt von Asien/Ozeanien.

Jünger und schlechter ausgebildet

Ein Vergleich der Bevölkerungsgruppe mit und ohne Migrationshintergrund offenbare signifikante Unterschiede, so das Statistische Bundesamt: So seien Personen mit Migrationshintergrund deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund (34,4 gegenüber 45,3 Jahre), weitaus häufiger ledig (45,5% gegenüber 38,4%), und der Anteil der Männer unter ihnen ist höher (50,4% gegenüber 48,6%). Sie leben häufiger im früheren Bundesgebiet beziehungsweise in Berlin (96,0% gegenüber 81,3%). Ein fehlender allgemeiner Schulabschluss ist bei ihnen häufiger anzutreffen (14,2% gegenüber 1,8%), ebenso ein fehlender beruflicher Abschluss (44,3% gegenüber 19,9%). Außerdem sind Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 25 bis 65 Jahren nahezu doppelt so häufig erwerbslos wie jene ohne (12,4% gegenüber 6,6% aller Erwerbspersonen) oder gehen ausschließlich einer geringfügigen Beschäftigung, zum Beispiel einem Minijob, nach (13,7% gegenüber 9,0% aller Erwerbstätigen). Die Statistik wird seit 2005 auf Basis von Zahlen aus dem Mikrozensus ermittelt.

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