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Merkel zu Islam: "Der Islam ist ein Teil von uns"

Merkel: "Der Islam ist ein Teil von uns"

27.09.2012, 09:07 Uhr | dpa

Merkel zu Islam: "Der Islam ist ein Teil von uns". Tritt mit ihrer jüngsten Aussage zum Islam in Deutschland in die Fußstapfen von Ex-Präsident Christian Wulff: Kanzlerin Angela Merkel (Quelle: dapd)

Tritt mit ihrer jüngsten Aussage zum Islam in Deutschland in die Fußstapfen von Ex-Präsident Christian Wulff: Kanzlerin Angela Merkel (Quelle: dapd)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zur Toleranz gegenüber Muslimen aufgerufen. In einer interaktiven Telefonkonferenz mit CDU-Mitgliedern sagte die Parteivorsitzende am Mittwochabend auf die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre: "Wir sollten offen sein und sagen, ja, es ist ein Teil von uns."

Merkel fügte hinzu: "Vielleicht sollten wir als Christen uns auch wieder mehr Gedanken über unsere Religion machen und mehr über das Christentum sprechen, als Angst zu haben vor dem Islam."

"Lassen sie uns unterscheiden"

Die Kanzlerin verwies darauf, dass mittlerweile mehr als drei Millionen Muslime in Deutschland leben. "Wir müssen unheimlich aufpassen, dass wir nicht alle über einen Kamm scheren", mahnte sie. Die Mehrheit der Muslime in Deutschland habe sich von Gewaltaktionen bei den Demonstrationen gegen den jüngsten antiislamischen Film "absolut distanziert". Merkel bat den Anrufer: "Lassen sie uns unterscheiden, die Islamisten sind nicht der Islam in Deutschland."

In der einstündigen im Internet übertragenen Konferenz konnten Amts-, Mandats- und Funktionsträger der Union über eine internetbasierte Software in einem neu eingerichteten TV-Studio in der Berliner CDU-Zentrale anrufen und sich zu Merkel durchstellen lassen. Themen waren unter anderem die Frage nach dem Zeitpunkt der Rentengleichstellung in Ost und West, die Debatte über die Frauenquote, die Euro-Krise und der Koalitionsstreit über das Betreuungsgeld.

Wulff hatte Debatte angestoßen

Der damalige Bundespräsident Christian Wulff hatte vor fast genau zwei Jahren die teilweise hitzige Debatte losgetreten, als er in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit sagte, der Islam gehöre zu Deutschland. Vor allem in der Union hatte das einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Auch Wulffs Nachfolger Joachim Gauck hatte der Aussage widersprochen.

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