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Kritik am Rundfunkbeitrag für Menschen mit Behinderung

Kritik am Rundfunkbeitrag für Menschen mit Behinderung

08.01.2013, 12:10 Uhr | dapd

Kritik am Rundfunkbeitrag für Menschen mit Behinderung. Schwer Seh- und Hörbehinderte sollen im neuen Jahr fürs Fernsehen zahlen (Quelle: Thinkstock)

Schwer Seh- und Hörbehinderte sollen im neuen Jahr fürs Fernsehen zahlen (Quelle: Thinkstock)

Schwer Seh- und Hörbehinderte mussten bisher keine GEZ-Gebühren bezahlen. Mit Einführung des Rundfunkbeitrags 2013 soll diese Gebührenbefreiung fallen. "Absurd" nennen Behindertenbeauftragte diese Pläne.

Der Sozialverband Deutschland und der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung haben Nachbesserungen bei dem ab Januar geltenden Rundfunkbeitrag gefordert. "Es ist absurd, blinden und tauben Menschen für Programme in die Tasche zu greifen, die sie kaum wahrnehmen können", sagte Verbandspräsident Adolf Bauer der "Bild"-Zeitung. Auch schwer Demenzkranke in Pflegeheimen müssen demnach künftig die verringerte Gebühr von 5,99 Euro pro Monat bezahlen. 

"Wichtiger Nachteilsausgleich"

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, sagte dem Blatt, die Gebührenbefreiung für schwer Seh- und Hörbehinderte solle beibehalten werden. Gerade für Menschen, die an öffentlichen Veranstaltungen nicht teilnehmen könnten, sei die Befreiung ein "wichtiger Nachteilsausgleich".

Das ändert sich bei den Gebühren 2013

Ab 2013 wird die bisherige GEZ-Gebühr zum Rundfunkbeitrag. Das neue Modell wird unabhängig vom Besitz von Rundfunkgeräten pro Haushalt erhoben. Die monatliche Gebühr von 17,98 Euro bleibt.

Menschen mit Behinderung müssen künftig einen ermäßigten Beitrag von 5,99 Euro bezahlen. Sich vom Beitrag befreien lassen können Taubblinde, Empfänger von Blindenhilfe oder mittellose Behinderte. 

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