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Baden-Württemberg: Petition gegen "Akzeptanz sexueller Vielfalt" initiiert

Umstrittene Unterschriftenaktion  

Petition gegen Homosexualität als Unterrichtsthema

09.01.2014, 18:45 Uhr | dpa, t-online.de

Baden-Württemberg: Petition gegen "Akzeptanz sexueller Vielfalt" initiiert. "Akzeptanz sexueller Vielfalt" - ein Lernziel in der Schule? (Quelle: imago images/wolterfoto)

"Akzeptanz sexueller Vielfalt" - ein Lernziel in der Schule? (Quelle: wolterfoto/imago images)

Mit einer Unterschriftensammlung wollen Bürger in Baden-Württemberg verhindern, dass Homosexualität künftig ausführlicher im Unterricht behandelt wird. Auslöser sind Pläne der grün-roten Landesregierung, die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" als Ziel im Bildungsplan 2015 festzuschreiben.

Die Pläne zielten "auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen", kritisieren die bisher fast 66.000 Unterzeichner der Petition.

"Erschütterndes Maß an Homophobie"

Gegen den Initiator, einen Realschullehrer, gebe es inzwischen eine Strafanzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Die Grünen kritisierten, viele Kommentare auf der Petitionsseite ließen auf "ein erschütterndes Maß an Homo- und Transphobie" schließen.

So finden sich dort Äußerungen wie "Wir leben in Baden-Württemberg und nicht in Sodom und Gomorra," "weil das gegen die Natur ist" oder "Stopp dieser gottlosen verderblichen Entwicklung", "Die Verherrlichung von an Homosexualität erkrankten Menschen muß aufhören."

"Unterste Schublade"

Es sei wichtig, die Schule zu einem Ort der Vielfalt und Akzeptanz zu machen, sagte Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand. Ähnlich äußerte sich Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: "Die SPD steht für eine offene und tolerante Gesellschaft. Die jetzige Online-Petition birgt den Geist massiver Intoleranz und ist pädagogisch wie politisch unterste Schublade", sagte Fulst-Blei.

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