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Hälfte der Schusswaffenopfer stirbt durch registrierte Waffen

Tötungsdelikte 2013  

Hälfte der Schusswaffenopfer stirbt durch legale Waffen

16.01.2014, 17:58 Uhr | t-online.de, AFP

Hälfte der Schusswaffenopfer stirbt durch registrierte Waffen. Einige der 5,5 Millionen legalen Schusswaffen in Deutschland (Quelle: dpa)

Einige der 5,5 Millionen legalen Schusswaffen in Deutschland (Quelle: dpa)

Entgegen den Behauptungen der Schützenlobby geht in Deutschland eine große Gefahr auch von registrierten Schusswaffen aus. Nach Recherchen der Wochenzeitung "Zeit" starben 2013 mindestens 27 Menschen durch sie.

Das wäre die Hälfte der 54 Fälle, in denen Menschen erschossen wurden. Dazu kommen mutmaßlich mehrere Hundert Selbstmorde.

Besonders bei sogenannten Familiendramen erhöht die Verfügbarkeit von Schusswaffen nach Ansicht des Freiburger Kriminologen Dietrich Oberwittler das Risiko, dass solche "Amokläufe im Privaten" tödlich enden. Oft kämen hier registrierte Waffen zum Einsatz.

5,5 Millionen legale Schusswaffen

Bundesweit gibt es etwa 1,45 Millionen Besitzer von gemeldeten, erlaubnispflichtigen Waffen. Sie besitzen zusammen 5,5 Millionen Stück.

Das sind in den allermeisten Fällen scharfe Feuerwaffen, aber auch Luftdruck- oder Gaswaffen können in diese Kategorie fallen. Wie viele Waffen unangemeldet und illegal kursieren, ist unklar.

In ländlichen Gebieten weiter verbreitet

Die "Zeit" untersuchte auch die regionale Verteilung der legalen Waffen in Deutschland: Den Daten der befragten Behörden zufolge war demnach die Besitzdichte mit 186 Waffen auf 1000 Bewohner im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg am höchsten, gefolgt von den Landkreisen Saarlouis im Saarland mit 173 und dem Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz (168).

Generell ist die Verbreitung im ländlichen Raum größer als in Großstädten. Die wenigsten registrierten Waffen gab es in Berlin (13 je 1000 Bewohner), Leipzig (14) sowie Dresden und Halle (jeweils 16).

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