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"Freiheit statt Gängelung": Kauder lädt Muslime in die CDU ein

"Freiheit statt Gängelung"  

Kauder lädt Muslime in die CDU ein

19.04.2014, 10:18 Uhr | t-online.de

"Freiheit statt Gängelung": Kauder lädt Muslime in die CDU ein. Unionsfraktionschef Volker Kauder (Quelle: dpa)

"Man darf den Islam nicht mit Terror verbinden" - Unionsfraktionschef Volker Kauder (Quelle: dpa)

Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht die CDU auch als politische Heimat für Deutschlands Muslime an. Voraussetzung sei allerdings, dass sie das christliche Menschenbild teilten, sagte Kauder in einem Interview mit der "Rheinischen Post" anlässlich des Osterfestes.

Muslime, die sich damit identifizierten, dass der Mensch zur Freiheit und nicht zur Gängelung berufen sei, seien in der CDU herzlich willkommen, sagte Kauder und fügte hinzu: "Ich denke, dass gerade in unserem Land viele Muslime nach diesem Menschenbild leben, ohne dies vielleicht schon hinterfragt zu haben."

"Man darf den Islam nicht mit Terror verbinden"

Auf die Frage, ob die Anschläge des 11. September 2001 in den USA nicht nur ein welt- sondern auch eine religionsgeschichtlicher Einschnitt gewesen seien, sagte der CDU-Politiker, das sehe er nicht: "Man darf den Islam nicht mit Terror verbinden. Das ist völlig unzulässig. Das wird der ganz überwiegenden Zahl der Muslime nicht gerecht, die friedliche Menschen sind."

Es sei aber bedrückend, wie viele Terroristen die Religion missbrauchen und im Namen des Islam Terrorakte begehen. Das müsse auch in der islamischen Welt "viel stärker" kritisiert werden.

Kauder selbst kritisierte insbesondere die Unterdrückung von Christen in vielen - keineswegs nur muslimischen - Ländern. "Besonders dramatisch ist die Situation in Nordkorea, das seit Jahren Platz eins im sogenannten Weltverfolgungsindex einnimmt", so Kauder.

"Von der europäischen Wertegemeinschaft noch weit entfernt"

Es gebe aber auch dramatische Entwicklungen in einigen afrikanischen Ländern, sagte der Fraktionsvorsitzender, offenbar mit Blick auf Nigeria, wo die terroristischen "Boko-Haram" seit Jahren immer brutalere Anschläge auf Christen begehen.

"Was übrigens christliche Milizen in Zentralafrika anrichten, ist ebenso abscheulich", fügte er hinzu. In der Zentralafrikanischen Republik ist die muslimische Bevölkerung seit Wochen Verfolgung und Lynchjustiz ausgesetzt.

Hart ging Kauder mit der Türkei ins Gericht, die sich seit Langem vergebens um Aufnahme in die Europäische Union bemüht: "Die Türkei ist von der europäischen Wertegemeinschaft noch weit entfernt, solange sie sich weigert, Religionsfreiheit zu garantieren", sagte Kauder.

Die Benachteiligung der Christen in der Türkei müsse beendet werden. "So wie Muslime in Deutschland Moscheen errichten, müssen Christen in der Türkei ihre Kirchen bauen dürfen", forderte Kauder.

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