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Christian Wulff bei "Maybrit Illner": "Ich hatte keine Chance mehr"

Christian Wulff bei "Illner"  

"Ich hatte keine Chance mehr"

25.07.2014, 07:53 Uhr | t-online.de

Christian Wulff bei "Maybrit Illner": "Ich hatte keine Chance mehr". Christian Wulff war im Februar 2012 vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten (Quelle: dpa)

Christian Wulff war im Februar 2012 vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten (Quelle: dpa)

Mehr als zwei Jahre nach seinem Rücktritt als Bundespräsident im Zuge der "Wulff-Affäre" ist Christian Wulff in diesen Wochen wieder sehr präsent. Mit seinem kürzlich erschienenen Buch "Ganz oben, ganz unten", mit einem ausführlichen Interview im Magazin "Der Spiegel" und am Donnerstagabend mit einem Auftritt in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Wulff fühlt sich nach wie vor als Opfer. Er habe Fehler gemacht. Die räume er ein, sagte Wulff. Ab einem bestimmten Moment "hatte ich aber keine Chance mehr".

Sein Rücktritt sei zum damaligen Zeitpunkt unausweichlich gewesen, sagte Wulff. Rückblickend hätte der Antrag auf Aufhebung seiner Immunität aber niemals gestellt werden dürfen.

Grundsätzliche Unterstützung erhielt der frühere Bundespräsident von den beiden anderen Gästen, die zusammen mit Wulff von der ZDF-Redaktion eingeladen waren: Heribert Prantl, Jurist und Innenpolitikchef der "Süddeutschen Zeitung" sowie der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Die Grünen).

"Beispiellose Treibjagd"

Beide sprachen von einer Kampagne bestimmter Medien gegen Wulff. Von einer "Treibjagd mit dem Ziel der Ablösung des Bundespräsidenten" sprach Prantl. Einer Jagd, "wie es sie nie zuvor gegeben habe". Die Pressefreiheit sei nicht da für solche Machtspielchen.

Das zuvor sehr enge Verhältnis von Wulff zur "BIld"-Zeitung beurteilten Prantl und Vollmer gleichwohl als zu eng und zu naiv. Die längst berühmte Nachricht auf der Mailbox von "Bild"-Chef Kai Diekmann nannte Wulff selber "saudumm". Ein Fehler, von denen er während der Sendung einige einräumte.

"Vieles ging niemanden etwas an"

Womöglich wäre es auch besser gewesen, zu einem frühen Zeitpunkt der Affäre umfassend Auskunft zu geben. "Vieles davon ging aber niemanden etwas an", sagte Wulff. Es gebe auch einen privaten Bereich für Politiker, ergänzte er und nannte als Beispiel die Finanzierung seines Hauses.

Seinen Satz, wonach er auch heute noch der richtige Bundespräsident wäre, hätte er so nicht sagen sollen, räumte der 54-Jährige noch ein. "Weil es heute (mit Joachim Gauck) einen richtigen Präsidenten gibt." Er sei aber der Meinung, er habe das Amt gut ausgefüllt. Eine Einschätzung, die auch Antje Vollmer teilte. Jemand, der so aus der Affäre und dem folgenden Strafprozess herausgekommen sei, der wäre auch ein guter Präsident, meinte Vollmer.

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