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Pegida-Bewegung macht Innenministern Sorgen

"Ausländerfeindliche Hetze"  

Innenpolitiker besorgt über Anti-Islam-Bewegung "Pegida"

09.12.2014, 10:04 Uhr | dpa

Pegida-Bewegung macht Innenministern Sorgen. "Wir sind das Volk", behaupten diese Islamgegner von "Pegida" in Dresden (Quelle: Reuters)

"Wir sind das Volk", behaupten diese Islamgegner von "Pegida" in Dresden (Quelle: Reuters)

Unter den Innenministern wächst die Besorgnis über die "Pegida"-Bewegung gegen eine angebliche "Islamisierung des Abendlandes". "Die Initiatoren schüren mit ausländerfeindlicher Hetze und islamfeindlicher Agitation Vorurteile und Ängste", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Ralf Jäger (SPD), der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Mit Blick auf die ebenfalls anti-islamisch auftretende Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" ("HoGeSa") kündigte der nordrhein-westfälische Ressortchef eine Untersuchung zur Zusammensetzung und Motivation an. Dieses Thema stehe auch auf dem Programm der Ministerkonferenz in dieser Woche.

Fast ebenso viele Gegendemonstranten

In Dresden hatten sich am Montagabend nach Polizeiangaben 10.000 Menschen an der wöchentlichen "Pegida"-Demonstration beteiligt - so viele wie noch nie. Zugleich gingen aber rund 9000 Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus auf die Straße.

Organisator des Sternlaufs der Gegendemonstranten war ein breites Bündnis - daran beteiligt unter anderem die christlichen Kirchen, das Islamische Zentrum, die Jüdische Gemeinde, der Ausländerrat, das Bündnis "Dresden Nazifrei", die Studierendenschaften und die Technische Universität.

Bosbach: "Nicht instrumentalisieren lassen"

"Pegida" ist die Abkürzung der Bezeichnung "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Das Bündnis tritt unter anderem für eine Verschärfung des Asylrechts ein und sieht den Islam in Deutschland als Gefahr.

Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach warnte die Bürger in der Zeitung vor einer Teilnahme an "Pegida"-Demonstrationen: "Man sollte sich nicht für extreme politische Ziele instrumentalisieren lassen, die man selbst nicht teilt."

Anti-Islam-Flopp in Düsseldorf

Die Polizei war mit 1200 Beamten aus mehreren Bundesländern im Einsatz. Nach Ende der "Pegida"-Kundgebung näherten sich einige der Teilnehmer der Gegendemonstration vor dem Rathaus. Dabei flogen auch Feuerwerkskörper in Richtung Gegendemonstranten. Vereinzelt kam es zu Rangeleien.

In Düsseldorf dagegen beteiligten sich an einer "Pegida"-Kundgebung nur 400 statt der erwarteten 2000 Menschen. Zu Gegendemonstrationen kamen nach Polizeiangaben dagegen fast dreimal so viele: etwa 1100.

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