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Oxfam-Studie: Ein Prozent besitzt mehr als der Rest der Welt

Oxfam-Studie für 2016  

Ein Prozent hat mehr als der Rest der Welt

19.01.2015, 16:04 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Oxfam-Studie: Ein Prozent besitzt mehr als der Rest der Welt. Ein Prozent der Weltbevölkerung wird im kommenden Jahr mehr Geld besitzen als der Rest der Welt. (Quelle: imago images/IPON)

Ein Prozent der Weltbevölkerung wird im kommenden Jahr mehr Geld besitzen als der Rest der Welt. (Quelle: IPON/imago images)

Im nächsten Jahr werde ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr Vermögen verfügen als der gesamte Rest zusammen, wenn der Prozess der Umverteilung von unten nach oben anhalte, heißt es in einer Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam. Die Verteilung des Weltvermögens wird demnach immer ungleicher.

"Die Kluft zwischen den Reichsten und dem Rest wird schnell tiefer", erklärte die britische Wohlfahrtsorganisation zwei Tage vor Eröffnung des alljährlichen Weltwirtschaftsforums in Davos.

"We are 99 percent"

Während das reichste Prozent 2009 noch 44 Prozent des Vermögens weltweit sein Eigen nannte, seien es 2014 bereits 48 Prozent gewesen. Im kommenden Jahr werde die 50-Prozent-Marke erreicht. Eine weitere Berechnung zeige, dass die 80 reichsten Menschen genauso viel besäßen wie die ärmeren 50 Prozent der Weltbevölkerung zusammen.

Das Vermögen der 80 Reichsten habe sich zwischen 2009 und 2014 verdoppelt., in der Gruppe der Reichsten habe jeder Erwachsene ein Vermögen von 2,3 Millionen Euro.

Diese Ungleichverteilung ist jedoch nichts Neues. Bereits im Herbst 2011 protestierte die "Occupy-Wall-Street-Bewegung" mit dem Slogan "We are 99 percent" gegen die Verteilung der Vermögen weltweit. Die Blockupy-Bewegung griff den Slogan auf und protestierte damit im Jahr 2012 in Frankfurt.

Reiche werden immer reicher

Doch das steile Gefälle hört bei der Gruppe der Reichsten nicht auf: Fast das gesamte Resteigentum - 46 Prozent von insgesamt 52 Prozent - liegt laut Oxfam derzeit in den Händen von 20 Prozent der Weltbevölkerung. Den verbliebenen Reichtum von etwa 5,5 Prozent würden sich die übrigen 80 Prozent der Menschheit teilen. "Das Ausmaß der globalen Ungleichheit ist einfach erschütternd", erklärte die Oxfam-Direktorin Winnie Byanyima.

"Business as usual würde die Welt teuer zu stehen kommen", so Byanyima, die auch Co-Vorsitzende des Weltwirtschaftsforums von Davos ist. "Die wachsende soziale Ungleichheit droht, uns im Kampf gegen die Armut um Jahrzehnte zurückzuwerfen." Bei dem Treffen in Davos werde Oxfam seine Forderungen vorbringen.

Dazu zählen die Bekämpfung von Steuervermeidung und Steuerflucht; die Besteuerung von Kapital anstelle von Arbeit; die Einführung von Mindestlöhnen sowie die Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen. Die Regierungen müssten sich gegen Interessengruppen durchsetzen, "die einer faireren und gedeihlicheren Welt im Wege stehen", forderte Byanyima.

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