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Fast jede dritte Familie hat ausländische Wurzeln

Mikrozensus für Deutschland  

Fast jede dritte Familie hat ausländische Wurzeln

03.02.2015, 16:57 Uhr | dpa, t-online.de

Fast jede dritte Familie hat ausländische Wurzeln. Der Anteil der Familien mit ausländischen Wurzeln steigt. (Quelle: dpa)

Der Anteil der Familien mit ausländischen Wurzeln steigt. (Quelle: dpa)

Die Zahl der Familien in Deutschland insgesamt sinkt. Die Zahl der Familien mit Migrationshintergrund jedoch nimmt zu. Fast jede Dritte hat ausländische Wurzeln.

8,1 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern zählte das Statistische Bundesamt im Jahr 2013 in Deutschland insgesamt.

Eine Familie hat nach der Definition der Statistiker einen Migrationshintergrund, wenn mindestens ein im Haushalt lebendes Elternteil eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten hat oder Spätaussiedler ist.

Dies trifft laut den Ergebnissen des Mikrozensus auf 2,5 Millionen Familien in Deutschland zu - also fast einem Drittel.

Anteil um vier Prozent gestiegen

Damit leben 131.000 Familien mit Migrationshintergrund mehr als bei der ersten Erhebung 2005. Der Anteil dieser Familien stieg zugleich um vier Prozentpunkte (von 27 auf 31 Prozent). Die Zahl aller Familien ging im Vergleichszeitraum um 837.000 zurück.

Der Mikrozensus ist eine repräsentative Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik in Deutschland. Rund 830.000 Personen in etwa 370.000 privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften werden stellvertretend für die gesamte Bevölkerung zu ihren Lebensbedingungen befragt. Dies sind 1 Prozent der Bevölkerung, die nach einem festgelegten statistischen Zufallsverfahren ausgewählt werden. Die Befragung ist absolut vertraulich und die Daten werden nur für statistische Zwecke verwendet.

Die Familie im statistischen Sinn umfasst - abweichend von früheren Veröffentlichungen zum Mikrozensus - im Lebensformenkonzept alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie allein erziehende Mütter und Väter mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff - neben leiblichen Kindern - auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder ohne Altersbegrenzung.
Damit besteht eine statistische Familie immer aus zwei Generationen: Eltern/-teile und im Haushalt lebende ledige Kinder (Zwei-Generationen-Regel).

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