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Pegida-Demo in Dresden: Es werden immer weniger Teilnehmer

Es werden immer weniger  

Nur noch 2000 Teilnehmer bei Pegida-Demo

09.02.2015, 21:50 Uhr | AFP, dpa

Pegida-Demo in Dresden: Es werden immer weniger Teilnehmer. Bei der ersten Kundgebung nach der Spaltung hat das islamfeindliche Bündnis Pegida deutlich weniger Demonstranten mobilisiert als noch vor zwei Wochen. (Quelle: dpa)

Zwei einsame Mitglieder des islamfeindlichen Bündnisses Pegida gehen nach der Kundgebung in Dresden ihres Weges. (Quelle: dpa)

Bei der ersten Kundgebung nach der Spaltung hat das islamkritische Bündnis Pegida deutlich weniger Demonstranten mobilisiert als noch vor zwei Wochen. Etwa 2000 Menschen seien dem Aufruf des Anti-Islam-Bündnisses gefolgt, teilte die Polizei mit. Ende Januar waren es noch 17.000 gewesen. Die Pegida-Organisatoren hatten 5000 Teilnehmer angemeldet.

Etwa 400 Menschen demonstrierten laut Polizei mit dem Bündnis "Dresden für alle" zeitgleich auf dem nahe gelegenen Postplatz für eine weltoffene Stadt. Die Demonstrationen in Dresden seien friedlich und störungsfrei verlaufen, erklärte die Polizei in der sächsischen Landeshauptstadt nach Abschluss der Veranstaltung am Abend. 630 Polizeibeamte aus Sachsen und Brandenburg waren im Einsatz.

Die Frauenkirche blieb während der Pegida-Kundgebung verdunkelt. "Wir lehnen es ab, dass die Frauenkirche Dresden als Kulisse für ausländerfeindliche Kundgebungen instrumentalisiert wird", sagte Pfarrer Sebastian Feydt.

Bewegung gespalten und angeschlagen

Die Bewegung der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" scheint seit der Spaltung innerhalb der Pegida-Führungsspitze angeschlagen. Mehrere Mitglieder um Ex-Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel hatten ihre Ämter niedergelegt und den Verein "Direkte Demokratie für Europa" gegründet.

Zu der ersten Kundgebung der neuen Organisation hatten sich am Sonntagnachmittag in Dresden ebenfalls nur 500 Menschen in Dresden versammelt.

Bachmann verteidigt Beschimpfungen von Asylbewerbern

Pegida-Gründer Lutz Bachmann, der wegen eines "Hitler-Selfies" und ausländerfeindlicher Äußerungen als Vereinsvorsitzender zurückgetreten war, sprach am Abend in Dresden vor seinen Anhängern.

Dabei verteidigte er seine umstrittenen Bemerkungen. Die aus einem Facebook-Post bekanntgewordenen Äußerungen über Ausländer seien verkürzt wiedergegeben worden, sagte Bachmann. Außerdem habe er Worte gewählt, von denen er sicher sei, "das jeder, wirklich jeder von uns sie schon einmal am Stammtisch benutzt hat". Bachmann hatte Asylbewerber unter anderem als "Gelumpe" und "Dreckspack" beschimpft.

Bachmann wies zugleich den Eindruck zurück, dass mit der Abspaltung des halben Organisationsteam um Oertel ein Rechtsruck bei Pegida erfolgt sei. Die frühere Hamburger AfD-Politikerin Tatjana Festerling sprach von einer "Nazi-Paranoia" in weiten Teilen von Politik und Medien. "Lügenpresse, Lügenpresse", skandierte daraufhin die Menge. Festerling hatte im vergangenen Jahr mit Sympathiebekundungen für die Kölner "Hooligans gegen Salafisten" für Schlagzeilen gesorgt.

Gebetsteppiche vor Frauenkirche entfernt

Die Stadt Dresden hat unterdessen die Installation eines Mannheimer Künstlers entfernen lassen, der kurz vor der Pegida-Demonstration vor der Frauenkirche muslimische Gebetsteppiche ausgelegt hatte. Mitarbeiter der Stadtreinigung hätten die 175 Gebetsteppiche eingesammelt und mit zwei Lastwagen weggeschafft, sagte Kurt Fleckenstein, der mit der Aktion ein künstlerisches Zeichen für Offenheit und Toleranz setzen wollte.

"Wie sich die Stadt gebärdet im Umgang mit einer Kunstaktion, die sich kritisch mit Pegida auseinandersetzt, ist ungeheuerlich und entbehrt jeder Rechtstaatlichkeit", sagte Fleckenstein. Die Aktion sei durch die grundgesetzlich garantierte Kunstfreiheit gedeckt gewesen. Er kündigte an, die Stadt wegen der Beseitigung seines Werks auf Schadenersatz zu verklagen.

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