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Flüchtlingsheim in Berlin mit Hakenkreuzen beschmiert

Berliner Staatsschutz ermittelt  

Flüchtlingsheim mit Hakenkreuzen beschmiert

27.06.2015, 16:06 Uhr | AFP

Unbekannte haben in Berlin mehrere Hakenkreuze an die Fassade einer Flüchtlingsunterkunft geschmiert. Wie die Polizei mitteilte, alarmierten Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes in den frühen Morgenstunden deswegen die Polizei. Die Ermittlungen übernahm der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Im sächsischen Freital hatten am Freitagabend unterdessen rund 550 Menschen ihre Solidarität mit den dort untergebrachten Asylbewerbern bekundet.

Die Versammlung "Pro Leonardo" war nach Angaben der Polizei die bislang größte ihrer Art in der Stadt bei Dresden. Verschiedene Initiativen wie "Dresden nazifrei" und das Bündnis "Dresden für alle" sowie Grüne, Linke und SPD hatten zu der Kundgebung aufgerufen.

Nazisprüche Betrunkener

Zugleich kamen rund 250 Personen vor der Flüchtlingsunterkunft zusammen, um gegen die Asylbewerber zu demonstrieren. Dabei hätten zwei alkoholisierte Männer Polizeibeamte beleidigt und Nazi-Sprüche gerufen. Später sei einer der "Pro Leonardo"-Teilnehmer durch eine geworfene Dose am Kopf verletzt worden.

Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um Flüchtlingsgegner und Asylunterstützer zu trennen. Insgesamt seien gut 170 Polizisten im Einsatz gewesen. In der sächsischen Stadt gibt es seit Tagen massive Proteste gegen ein Asylbewerberheim.

 

 

 

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