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Erneut Brände in Flüchtlingsunterkünften

Brandstiftung vermutet  

Erneut Brände in Flüchtlingsunterkünften

18.07.2015, 15:58 Uhr | t-online.de, AFP

In der Nähe von Karlsruhe und Aschaffenburg hat es Brände in Flüchtlingsunterkünften gegeben. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, der Verdacht auf Brandstiftung liegt jedoch in beiden Fällen schon jetzt auf der Hand.

In einem derzeit leer stehenden Gebäude in Remchingen-Singen bei Karlsruhe, das als Asylbewerberunterkunft vorgesehen ist, verursachte ein Feuer in der Nacht auf Samstag einen Sachschaden in Höhe von rund 70.000 Euro, wie die Polizei mitteilte. Verletzte gab es demnach nicht. Derzeit geht die Polizei vom "Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung" aus.

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) verurteilte die Tat: "Die Polizei wird alles daran setzen, die Straftat aufzuklären und verstärkt in der Region ihre Präsenzmaßnahmen." In Remchingen gibt es zwar eine Anzahl Anhänger der rechtsextremen Szene, bis auf Propaganda seien diese jedoch laut Bürgermeister Luda Prayon nicht aufgefallen.

Einen weiteren Brand gab es am frühen Samstagmorgen in der Garage einer Flüchtlingsunterkunft in Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg. Auch hier gab es nach Polizeiangaben keine Verletzten. "Warum es zu dem Ausbruch des Feuers an einem in der Garage stehenden Papiercontainer gekommen ist, steht derzeit noch nicht fest", teilte die Polizei mit. An dem Gebäude sei kein Schaden entstanden.

Wiederholt Anschläge

In den vergangenen Monaten hatte es in Deutschland wiederholt Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte gegeben. Im bayerischen Reichertshofen wurde erst in der Nacht zum Donnerstag ein Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft verübt. Dadurch wurde laut Polizei ein Nebengebäude zerstört. Die eigentliche Flüchtlingsunterkunft blieb demnach nahezu unbeschädigt. Auf ein Asylbewerberheim im sächsischen Böhlen waren wenige Tage zuvor mehrfach Schüsse abgegeben worden. Verletzt wurde niemand.

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