Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Weltbevölkerung wächst enorm: UNO korrigiert Hochrechnung

Bevölkerungsexplosion erwartet  

Ende des Jahrhunderts werden elf Milliarden Menschen auf der Erde leben

29.07.2015, 18:47 Uhr | AFP

Weltbevölkerung wächst enorm: UNO korrigiert Hochrechnung. Auf dem schwarzen Kontinent werden 2050 die meisten Menschen leben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf dem schwarzen Kontinent werden 2050 die meisten Menschen leben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Weltbevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten stärker wachsen als bislang angenommen. Wie die Stiftung Weltbevölkerung erklärte, korrigierte die UNO vorliegende Hochrechnungen von 2013 und rechnet nun mit einem Anstieg der globalen Bevölkerung von heute etwa 7,3 Milliarden auf rund 9,7 Milliarden Menschen bis 2050. Das seien rund 170 Millionen mehr Weltbewohner als angenommen. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Im Jahr 2100 rechnet die UNO mit 11,2 Milliarden Menschen auf der Erde.

Entwicklungsländer verantwortlich

Verantwortlich für das Wachstum sind den Angaben zufolge beinahe ausschließlich die Entwicklungsländer.

So wird damit gerechnet, dass die Bevölkerung in Afrika von heute rund 1,2 Milliarden auf fast 4,4 Milliarden Menschen im Jahr 2100 steigt. In Europa wird hingegen mit einem Rückgang von derzeit 738 Millionen Menschen auf rund 646 Millionen Menschen im Jahr 2100 gerechnet.

Geburtenraten höher als erwartet

Grund für den Anstieg ist unter anderem die Annahme, dass die Fertilitätsrate, also die Anzahl der Geburten pro Frau, weniger stark sinkt als noch vor einigen Jahren angenommen.

Die Stiftung Weltbevölkerung forderte vor diesem Hintergrund einen besseren Zugang zu Aufklärung und freiwilliger Familienplanung für Frauen und Jugendliche in Entwicklungsländern. "Jedes Jahr werden nach wie vor 74 Millionen Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern ungewollt schwanger - unter anderem weil sie nicht verhüten können", erklärte die Geschäftsführerin der Stiftung, Renate Bähr.

Dem Bericht zufolge würde es jährlich 9,4 Milliarden Dollar (8,5 Milliarden Euro) kosten, Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern Verhütung zu ermöglichen. Derzeit werde nicht einmal die Hälfte davon investiert. Auch die Bundesregierung müsse sich an dieser Stelle "stärker finanziell einbringen", forderte Bähr.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: