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Angela Merkel in Heidenau: Das war "beschämend und abstoßend"

Besuch in Heidenau  

Merkel will "keine Toleranz" für Fremdenfeinde zeigen

26.08.2015, 16:08 Uhr | t-online.de, dpa

Angela Merkel in Heidenau: Das war "beschämend und abstoßend". Kanzlerin Merkel stellt sich nach dem Besuch einer Flüchtlingsunterkunft in Heidenau der Presse. (Quelle: Reuters)

Kanzlerin Merkel stellt sich nach dem Besuch einer Flüchtlingsunterkunft in Heidenau der Presse. (Quelle: Reuters)

Angela Merkel hat ein Flüchtlingsheim mit etwa 600 Bewohnern in Heidenau besucht. Nach Gesprächen mit den Migranten äußerte sich die Kanzlerin zu den rechtsradikalen Ausschreitungen in der sächsischen Stadt. Sie stellte klar: "Deutschland hat keine Toleranz für diejenigen, die die Würde von Menschen infrage stellen."

Was sich vor dem Flüchtlingsheim in Heidenau in den letzten Tagen und Nächten abgespielt habe, sei "beschämend und abstoßend", so Merkel. Für sie gilt: "Deutschland hilft, wo Hilfe geboten ist." Die "menschliche und würdige Behandlung" der Flüchtlinge sei "Teil des deutschen Selbstverständnisses".

Einen besonderen Dank richtete Merkel an das Rote Kreuz und alle freiwilligen Helfer - aber auch an Politiker, "die Hass zu ertragen haben" wie der Heidenauer Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Je mehr die Menschen deutlich machten, dass in Deutschland kein Platz für Hass sei, "desto eher werden wir die Aufgabe bewältigen".

"Wir sind das Pack"

Nach der Begrüßung durch Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Opitz hatten Demonstranten der Kanzlerin einen unschönen Empfang bereitet: "Volksverräter, Volksverräter", skandierten Schaulustige vor einem Supermarkt, der gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in dem ehemaligen Baumarkt liegt. Einige der 200 bis 300 Demonstranten warfen laut dem Sender n-tv mit Eiern. Rufe wie "Dem deutschen Volke" und "Wir sind das Pack" waren zu hören. SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte die Rechtsradikalen in Heidenau als "Pack" bezeichnet.

Während des Besuchs der Kanzlerin fuhren mehrere Autos hupend an der Unterkunft vorbei. In sozialen Netzwerken hatten rechte Gruppen zu einer solchen Aktion aufgerufen.

In der Kleinstadt bei Dresden hatten Rechtsextremisten zuletzt mehrfach Asylbewerber bedroht und Polizisten angegriffen. Die Öffentlichkeit und Politiker anderer Parteien hatten Merkel vorgeworfen, zu lange zu den Ausschreitungen geschwiegen zu haben.

 (Quelle: dpa)

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