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Pegida-Demo in Dresden - Legida-Ausschreitungen in Leipzig

Zulauf für Islamfeinde  

Pegida-Aufmarsch in Dresden - Krawalle in Leipzig

15.09.2015, 17:03 Uhr | dpa

Pegida-Demo in Dresden - Legida-Ausschreitungen in Leipzig. Größte Pegida-Demo seit Monaten: Tausende gehen in Dresden auf die Straße. (Quelle: dpa)

Größte Pegida-Demo seit Monaten: Tausende gehen in Dresden auf die Straße. (Quelle: dpa)

Die Flüchtlingskrise scheint der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung neuen Zulauf zu bescheren: Erstmals seit Monaten haben wieder mehr als 5000 Menschen gegen Zuwanderer demonstriert. Beim Leipziger Ableger Legida kam es zur gleichen Zeit zu Ausschreitungen. Zwei Polizisten wurden verletzt.

Pegida-Chef Lutz Bachmann kündigte vor seinen Anhängern in Dresden die Gründung einer Partei an, die sowohl auf kommunaler als auch auf Landes- und Bundesebene antreten wolle.

Schon in den vergangenen Wochen war die Zahl der Demonstranten gestiegen. Die Demonstrationen der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" finden wieder wöchentlich in Dresden statt, nachdem sie dort zwischenzeitlich nur alle zwei Wochen im Wechsel mit Leipzig und Chemnitz veranstaltet worden waren.

Krawalle in Leipzig

Bei der wöchentlichen Demonstration des Legida-Bündnisses in Leipzig ist es am Montagabend zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Dabei wurden zwei Beamte verletzt. Legida-Teilnehmer warfen mit Flaschen und Feuerwerkskörpern auf die Polizisten.

Teils vermummte und offensichtlich gewaltbereite Vertreter "einer Fußball-Klientel" hätten sich an die Spitze des Aufzugs gesetzt, dann seien Flaschen auf Polizisten und Streifenwagen geschleudert worden, teilte ein Polizeisprecher mit, der aber nicht von Hooligans sprechen wollte.

Rund 1000 Gegendemonstranten

Die Polizei schritt mit Reizgas und Schlagstöcken ein. Die Versammlungsbehörde der Stadt Leipzig verfügte die Auflösung der Veranstaltung. Nach Schätzungen nahmen an dem Legida-Marsch rund 500 Menschen teil, denen rund 1000 Gegendemonstranten gegenüberstanden.

Auch der Gegenprotest blieb laut Polizei nicht friedlich. Teilnehmer warfen demnach Absperrungen auf die Straße, ließen sich zu einer Sitzblockade nieder und leisteten Widerstand gegen Beamte. Die Polizei setzte gegen sie auch einen Wasserwerfer ein.

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