Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Joschka Fischer für "klare Ansage" an Flüchtlinge - Lob für Merkel

Lob von ungewohnter Seite  

Fischer: "Merkel verdient Respekt" für Flüchtlingspolitik

21.09.2015, 19:56 Uhr | t-online.de, AFP

Joschka Fischer für "klare Ansage" an Flüchtlinge - Lob für Merkel. Joschka Fischer ist zufrieden mit der deutschen Flüchtlingspolitik. (Quelle: imago / Christian Thiel)

Joschka Fischer ist zufrieden mit der deutschen Flüchtlingspolitik. (Quelle: imago / Christian Thiel)

Zuspruch vom Grünen-Urgestein Joschka Fischer durfte in der Union lange niemand erwarten. Doch ausgerechnet für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Ex-Bundesaußenminister jetzt ein dickes Lob übrig: "Merkel verdient Respekt", sagte er der "Mainzer Allgemeinen Zeitung".

Es sei politisch und humanitär die richtige Entscheidung gewesen, "die Flüchtlinge nicht am Budapester Bahnhof verrotten zu lassen", sagte Fischer. Deutschland werde die gegenwärtige Flüchtlingskrise bewältigen. Die derzeitige Grünen-Spitze hatte der Bundesregierung wiederholt vorgeworfen, in der Krise zu spät gehandelt zu haben.

Der 67-jährige Fischer warnte davor, das Grundrecht auf Asyl in Frage zu stellen. Allerdings zeigte er sich offen dafür, einzelne Leistungen für Flüchtlinge zu kürzen oder zu verändern. Alles gehöre "auf den Prüfstand", sagte er.

Fischer für "klare Ansage" an Flüchtlinge

Zugleich müsse den Neuankömmlingen vermittelt werden, dass in Deutschland das Grundgesetz gilt: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt, niemand darf diskriminiert werden." Hierfür brauche es "eine klare Ansage" an die Flüchtlinge.

Mit Blick auf die Flüchtlingspolitik Ungarns und den Streit über eine Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Staaten warnte er vor einem Scheitern Europas. Europa werde an der Flüchtlingsfrage "wachsen oder scheitern".

Situation in Ungarn "besonders bitter"

"Was in Ungarn geschieht, ist für mich besonders bitter", sagte Fischer, dessen Eltern 1946 als Ungarndeutsche Budapest verlassen mussten und nach Westdeutschland kamen.

Es sei zwar menschlich zu sagen: Ungarn raus aus der EU, "aber das wäre keine Lösung“, so Fischer. Es habe auch sein Gutes, wenn im Fall Ungarn der Egoismus fröhliche Urstände feiere, "dann sieht jeder, wo die Verantwortung liegt, und am Ende hat sich Orban (der ungarische Ministerpräsident) selbst eingesperrt."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: