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Versuchter Brandanschlag auf Flüchtlingszelt in Bremen

Brandspuren am Notausgang  

Versuchter Brandanschlag auf Flüchtlingszelt in Bremen

27.09.2015, 11:04 Uhr | dpa

In Bremen haben Unbekannte versucht, ein Zelt anzuzünden, in dem Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Polizei und Staatsschutz ermitteln.

Polizeisprecher Dirk Siemering sagte, am Vormittag seien in dem Zelt im Stadtteil Blumenthal Brandspuren an den Bodenbrettern eines Notausgangs entdeckt worden. Offenbar hatten Unbekannte versucht, die Bretter und die Kunststoffkassetten einer Seitenwand von außen mit Brandbeschleunigern zu entzünden. Wahrscheinlich ging das Feuer von alleine aus.

Flüchtlinge können trotzdem einziehen

Für das Zelt sollen jetzt Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Die Polizeistreifen seien sensibilisiert, für den Bereich Bremen-Nord seien neue Schutzstreifen angeordnet worden, sagte Siemering. Seinen Angaben nach sollen Mitte Oktober Flüchtlinge die Zeltunterkunft beziehen. Der bei dem Anschlag entstandene Schaden stehe dem nicht entgegen, sagte er.

In Deutschland gibt es derzeit immer wieder Anschläge gegen bestehende oder geplante Flüchtlingsunterkünfte.

Fremdenfeindlicher Überfall auf Döner-Imbiss in Bayern

Im oberbayerischen Ebersberg wurde derweil ein fremdenfeindlicher Überfall auf einen Döner-Laden verübt. Zwei Menschen wurden verletzt.

Bewaffnet mit Hämmern und einer Holzstange hatten am Freitagabend mehrere Angreifer den Imbiss überfallen und zwei Afghanen attackiert, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Dabei hätten die mindestens vier Angreifer ausländerfeindliche Parolen gerufen.

Ein 31 Jahre alter Afghane, der durch Schläge mit der Holzstange Platzwunden und Blutergüsse erlitt, wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein 20 Jahre alter Landsmann wurde mit einem Messer an der Hand verletzt.

Die Polizei nahm nach dem Überfall acht Menschen in einer Wohnung vorläufig fest. Gegen die 19 bis 34 Jahre alten Beschuldigten, die inzwischen wieder auf freiem Fuß sind, ermittelt nun der Staatsschutz wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

Randale vor leerer Flüchtlingsunterkunft in Sachsen

Vor einer noch leeren Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Niederau bei Meißen hatte es in der Nacht zum Samstag Randale gegeben. Laut Polizei versuchten rund 20 teils betrunkene Demonstranten, den Bauzaun um den früheren Supermarkt umzustoßen. Dies sei aber nicht gelungen.

Schon seit dem Abend hatten sich etwa 200 Gegner des Heims, darunter auch offenkundig Rechtsradikale, eingefunden. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW), die in der Halle Feldbetten aufbauten, wurden beschimpft und angegriffen, eine Zufahrt zu dem Gelände zwischenzeitlich mit Autos blockiert. In dem Ex-Supermarkt sollen rund 500 Flüchtlinge unterkommen. Die ersten 200 wurden noch am Wochenende erwartet.

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