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Flüchtlinge: Positive Stimmung in Deutschland dreht sich

ARD-"Deutschlandtrend"  

Angst vor Flüchtlingsstrom wächst

02.10.2015, 13:06 Uhr | AFP, dpa

Flüchtlinge: Positive Stimmung in Deutschland dreht sich. Flüchtlinge kommen am Hauptbahnhof von Mannheim an. (Quelle: dpa)

Flüchtlinge kommen am Hauptbahnhof von Mannheim an. (Quelle: dpa)

Die positive Stimmung in Deutschland dreht sich offenbar: Angesichts der gestiegenen Flüchtlingszahlen machen sich die Menschen hierzulande immer mehr Sorgen. Und Kanzlerin Angela Merkel büßt in Folge der Flüchtlingskrise enorm an Zustimmung ein.

Laut dem "Deutschlandtrend" der ARD geben inzwischen 51 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Zustrom Angst macht. Drei Wochen zuvor waren es noch 38 Prozent.

Allerdings sind auch eine Mehrheit (58 Prozent) der Meinung, dass Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt gebraucht würden. 47 Prozent geben an, dass sie Flüchtlinge als Bereicherung für das Leben in Deutschland empfinden. 39 Prozent sagen, sie hätten Sorge, dass die große Zahl den Wohlstand bedrohe.

Wesentliche von der Bundesregierung geplante Maßnahmen stoßen mehrheitlich auf Zustimmung. 80 Prozent halten es für richtig, mit Albanien, Kosovo und Montenegro weitere Balkan-Staaten als sichere Herkunftsländer einzustufen, in die Flüchtlinge leichter zurückgeschickt werden können. Einen schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt wollen 79 Prozent der Befragten. Eine Umstellung von Geld- und Sachleistungen für Asylbewerber begrüßen 71 Prozent.

Unionsparteien verlieren leicht an Zustimmung

Eine Mehrheit von 77 Prozent würde zudem ein Gesetz begrüßen, das regelt, wie Zuwanderer auf deutsche Grundwerte verpflichtet werden. 76 Prozent sprechen sich im "Deutschlandtrend" der ARD-"Tagesthemen" für mehr legale Einreisemöglichkeiten nach Europa aus. Dies sind allerdings neun Prozentpunkte weniger als vor einem Monat.

Bei der Frage nach der Wahlentscheidung, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, verlieren CDU und CSU zwei Prozentpunkte auf 40 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die SPD bleibt unverändert bei 24 Prozent. Die Grünen verschlechtern sich um zwei Punkte auf zehn Prozent, während die Linke einen Punkt auf neun Prozent hinzugewinnt.

Die FDP kann sich um einen Punkt auf fünf Prozent verbessern, die AfD sogar um zwei Punkte auf sechs Prozent. AfD und womöglich auch FDP wären damit im Bundestag vertreten.

Merkel verliert deutlich an Zustimmung

In der Liste der beliebtesten Politiker stürzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um neun Punkte ab und erreicht nur noch 54 Prozent Zustimmung. An der Spitze bleibt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 65 Prozent Zustimmung - auch dies sind aber sieben Punkte weniger als im Vormonat. Größter Gewinner ist CSU-Chef Horst Seehofer mit einem Plus von elf Punkten auf allerdings immer noch bescheidene 39 Prozent Zustimmung. Der scheidende Linken-Fraktionschef Gregor Gysi gewinnt einen Punkt auf 45 Prozent.

Insgesamt äußerten sich nur noch 48 Prozent der Befragten zufrieden mit der Arbeit der Regierung, fünf Punkte weniger als zuvor. 51 Prozent sind dagegen nicht zufrieden.

Für die Umfrage befragte das Institut Infratest dimap Anfang der Woche 1001 Wahlberechtigte, für die Sonntagsfrage 1501 Wahlberechtigte.

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