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Sigmar Gabriel legt sich mit ZDF-Moderatorin Bettina Schausten an

Dünnhäutiger SPD-Chef  

Gabriel zofft sich schon wieder mit ZDF-Journalistin

12.10.2015, 18:17 Uhr | dpa

Sigmar Gabriel legt sich mit ZDF-Moderatorin Bettina Schausten an. Sieht im ZDF gerne mal rot: SPD-Chef Sigmar Gabriel. (Quelle: dpa)

Sieht im ZDF gerne mal rot: SPD-Chef Sigmar Gabriel. (Quelle: dpa)

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich in einer Fernsehsendung erneut ein zickiges Wortgefecht mit der Interviewerin geliefert. Nach ZDF-Moderatorin Marietta Slomka im November 2013 traf es am Sonntagabend in der Sendung "Berlin direkt" die Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, Bettina Schausten. Sie wollte Gabriel zum Thema Flüchtlingskrise befragen.

Schon ihre Eingangsfrage, ob er als Vizekanzler angesichts seiner Kritik an der Union noch an der Seite von Angela Merkel stehe, fand Gabriel "total merkwürdig". Zur Begründung wies Gabriel darauf hin, dass der Hauptstreit in der Flüchtlingspolitik zwischen CDU und CSU verlaufe und nicht zwischen CDU und SPD. "Und Sie fragen mich als Sozialdemokraten, ob ich an der Seite von Frau Merkel stehe!"

Das ZDF twitterte das Gespräch selbst:

Sie finde das "gar nicht merkwürdig", konterte Bettina Schausten und argumentierte, dass Gabriel anders als Merkel Obergrenzen des verkraftbaren Zuzugs nenne. Der blieb auf Krawall gebürstet: "Nichts von dem was Sie sagen, ist richtig, Frau Schausten, entschuldigen Sie, wenn ich das in aller Klarheit sage."

"Danke" - "Gerne ... bitte"

Mehrfach versuchte Schausten, auf Gabriels von Merkel abweichende Tonlage in der Flüchtlingskrise zu sprechen zu kommen, doch der wiegelte ab. Immer wieder ritt er auf dem unionsinternen Streit herum und forderte inhaltlich mehr Solidarität der EU-Staaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen, mehr Kooperation mit der Türkei als Haupttransitland und mehr Anstrengungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen.

Das Gespräch endete wie es begonnen hatte - kiebig. Auf Schaustens "herzlichen Dank" antwortete Gabriel mit leicht spöttischem Unterton und Blick: "Gerne", kleine Pause, "bitte, Frau Schausten". Die ließ sich dann aber nicht den Nachsatz nehmen: "Das Interview haben wir vor der Sendung genau so aufgezeichnet."

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