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Flüchtlingskrise: UN sieht "dramatischen Höhepunkt" erreicht

Tausende fliehen nach Europa  

UN sehen "neuen dramatischen Höhepunkt"

21.10.2015, 07:46 Uhr | Reuters, dpa, AP

Flüchtlingskrise: UN sieht "dramatischen Höhepunkt" erreicht. Angekommen auf Lesbos: Ein syrischer Flüchtling versucht, seine Kinder warm zu halten. (Quelle: Reuters)

Angekommen auf Lesbos: Ein syrischer Flüchtling versucht, seine Kinder warm zu halten. (Quelle: Reuters)

Kriege und Hungersnöte in Syrien, Irak, Afghanistan und vielen afrikanischen Ländern treiben immer mehr Menschen übers Mittelmeer. Nach UN-Angaben hat der Strom von Flüchtlingen zumindest in Griechenland einen "neuen dramatischen Höhepunkt" erreicht.

Allein am Montag seien mehr als 8000 Menschen aus der Türkei auf die griechischen Ägäis-Inseln gekommen, teilte Melissa Fleming, Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, am Dienstag mit.

Insgesamt 643.000 Mittelmeerflüchtlinge

In diesem Jahr seien bereits mehr als 500.000 Menschen nach Griechenland geflüchtet. Derzeit seien 27.500 Menschen in Transiteinrichtungen. 291 Menschen seien bei dem Versuch, das EU-Land zu erreichen, ums Leben gekommen.

Die Gesamtzahl der Mittelmeerflüchtlinge - also einschließlich der Menschen, die beispielsweise von Libyen aus fliehen - sei in diesem Jahr auf 643.000 gestiegen. Viele der Neuankommenden seien "fest entschlossen, rasch weiterzuziehen, denn sie fürchten, dass die vor ihnen liegenden Grenzen bald geschlossen werden".

"Wir wussten, was kommen würde, aber jetzt sehen wir den Höhepunkt bei den Neuankünften in Griechenland", gibt Fleming zu.

Menschen haben oft keine realistische Vorstellung

Viele Flüchtlinge hätten keine realistischen Vorstellungen von dem, was sie in Europa erwartet. "Die meisten glauben, dass ihre einzige Chance auf ein neues Leben in der Flucht nach Deutschland, Österreich oder Schweden besteht", warnte Fleming.

Daher sei es wichtig, die Menschen in den betroffenen Ländern besser über Situation in Europa zu informieren. Die UNHCR-Sprecherin verwies darauf, dass in Österreich und Deutschland tausende Flüchtlinge in Zelten und anderen notdürftigen Unterkünften leben müssten, weil es kaum noch solide Unterbringungsmöglichkeiten für sie gebe.

Die Balkanroute (Quelle: dpa)Die Balkanroute (Quelle: dpa)

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