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Flüchtlingskrise: Regierung befürchtet "Sturm" auf Balkangrenzen

Internes Papier zur Flüchtlingskrise  

Regierung befürchtet "Sturm" auf Balkangrenzen

08.11.2015, 15:22 Uhr | t-online.de

Flüchtlingskrise: Regierung befürchtet "Sturm" auf Balkangrenzen. Flüchtlinge durchbrechen am 21. Oktober 2015 einen Zaun an der serbisch-kroatischen Grenze: Könnten sich solche Szenen künftig häufen? (Quelle: dpa)

Flüchtlinge durchbrechen am 21. Oktober 2015 einen Zaun an der serbisch-kroatischen Grenze: Könnten sich solche Szenen künftig häufen? (Quelle: dpa)

Deutsche Sicherheitsbehörden wappnen sich im Fall breit angelegter Grenzschließungen der Balkanstaaten auf einen Sturm auf deren Grenzen durch Flüchtlinge. Das berichtet die "Welt am Sonntag" (WamS) und beruft sich dabei auf ein internes Papier.

In dem vertraulichen Lagebild des "Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration" (Gasim) gehen die Autoren laut "WamS" wegen weiter steigender Flüchtlingszahlen von umfassenden Grenzschließungen der Balkanstaaten aus.

"Panik und Chaos" als Folge

Als Folge werde ein "Stürmen der Grenzen" erwartet. Eine "Sackgasse" auf der Balkanroute ohne europäische Unterstützung könne dem Papier zufolge "Panik und Chaos bei Migranten und Behörden auslösen".

Am Gasim sind unter anderem der Bundesnachrichtendienst, das Bundeskriminalamt, das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Bundespolizei, das Auswärtige Amt und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beteiligt. Seine Aufgabe ist die ganzheitliche Bekämpfung illegaler Migration. 

In dem Papier warnen die Sicherheitsbehörden laut "WamS" auch davor, dass die Flüchtlinge derzeit immer schneller über den Balkan nach Mitteleuropa kommen. Die "Durchlaufzeit" habe sich "weiter verkürzt". 

"Grüne Grenze könnte zu Einfallstor" werden" 

Im Fall gleichzeitiger Grenzschließungen in Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Ungarn käme das "griechische System der Drehtür" jedoch "zum Erliegen". Das "organisierte Weiterreichen" der Migranten entlang der Balkanroute würde dadurch unterbrochen werden. 

Eine "Verhinderung jeglichen Überschreitens der Landgrenzen" sei nur mit hohem "personellen und technischen Aufwand realistisch". Andernfalls werde die "grüne Grenze" zum "Einfallstor".

Zudem werde im Fall konsequenter Grenzschließungen auf dem Balkan mit einem "Rückstau" und einer "weiteren Verschlechterung der humanitären Lage" gerechnet.

Laut "WamS" geht das Gasim von einer weiteren Zunahme des Flüchtlingsstroms aus: "Die Migration auf dem Seeweg aus der Türkei nach Griechenland ist im Oktober erneut angestiegen", habe die Koordinierungsstelle vergangene Woche mitgeteilt.

Auch von einem "Anstieg von syrischen Staatsangehörigen, die aus dem Libanon und Jordanien kommen", sei die Rede gewesen. 50 Prozent der Syrier in Jordanien beabsichtigen demnach, "in naher Zukunft aufzubrechen". 91 Prozent davon hätten Europa als Ziel.

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