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Berlin: 13-jährige Russlanddeutsche hatte wirklich Sex

Ermittlungen gegen zwei Männer  

13-jährige Russlanddeutsche in Berlin hatte tatsächlich Sex

27.01.2016, 10:59 Uhr | dpa , AFP

Berlin: 13-jährige Russlanddeutsche hatte wirklich Sex. Demo zu Gerüchten um eine Vergewaltigung in Berlin am vergangenen Samstag vor dem Kanzleramt. (Quelle: dpa)

Demo zu Gerüchten um eine Vergewaltigung in Berlin am vergangenen Samstag vor dem Kanzleramt. (Quelle: dpa)

Die angebliche Entführung und Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen in Berlin zieht weiter Kreise. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen zwei Männer türkischer Herkunft, die in Berlin leben sollen. Aus Russland kommen derweil immer noch schrille Töne zu dem Fall, sogar aus hohen Regierungskreisen.

Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte, bei den Ermittlungen gehe es um den Verdacht, dass es schon vor dem Verschwinden des Mädchens einvernehmlichen Sex mit den Männern gab. Da die beiden Anfang 20 sein sollen und das Mädchen minderjährig ist, wird wegen sexuellen Kindesmissbrauchs ermittelt. Ob das Mädchen dem Sex zugestimmt hat oder nicht, spielt bei der Strafbarkeit keine Rolle.

Über die Zeit des Verschwindens sagte Steltner: "Was in der fraglichen Zeit passiert ist, konnten wir bislang aber nicht klären." Das Mädchen habe widersprüchliche Angaben gemacht. Die erste Version ihrer Geschichte, entführt worden zu sein, ist nach Einschätzung der Polizei nicht glaubwürdig.

Die Schülerin aus dem Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf war laut Polizei am 11. Januar als vermisst gemeldet worden und tauchte erst nach 30 Stunden wieder auf. Später kursierte im Internet das Gerücht einer Vergewaltigung durch eine Gruppe südländisch aussehender Männer.

Russlands Außenminister mischt sich ein

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte dazu am Dienstag in Moskau gesagt: "Es ist klar, dass das Mädchen nicht freiwillig für 30 Stunden verschwunden war." Er warf der Polizei "Vertuschung" vor. "Wir arbeiten derzeit mit ihrem Anwalt, mit der Familie, mit der Botschaft", sagte der russische Außenminister. "Es muss dafür gesorgt werden, dass Wahrheit und Gerechtigkeit siegen." Obwohl 13-Jährige Deutsche ist, sprach der Minister von "unserem Mädchen Lisa".

Lawrow fügte hinzu: "Ich hoffe, dass diese Migrationsprobleme nicht zum Versuch führen, die Wirklichkeit aus irgendwelchen innenpolitischen Gründen politisch korrekt darzustellen." Demgegenüber zitierte "Spiegel Online" einen Polizeisprecher mit den Worten: "Beide Verdächtigen waren keine Flüchtlinge." Der Anwalt der Familie sagte dem Nachrichtenportal, dass Flüchtlinge die Täter seien, habe die Familie nie behauptet.

Bereits vergangene Woche hatte die Berliner Polizei erklärt: "Fakt ist: Nach den Ermittlungen unseres Landeskriminalamts gab es weder eine Entführung noch eine Vergewaltigung." Am Samstag und Sonntag demonstrierten etwa 700 Russlanddeutsche teils unangemeldet in mehreren Städten gegen vermeintlich ausufernde Gewalt von Ausländern.

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